Italien – Bericht von Christiana

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Nun sind schon wieder drei Monate vergangen und ich sehe mit Erschrecken, wie schnell die Zeit auf einmal vergeht! Das Schuljahr naehert sich so langsam aber sicher seinem Ende und in knappen drei Monaten wird es auch fuer mich Zeit sein meine Zelte zu packen und deutschen Boden zu betreten. So wirklich moechte ich gar nicht mehr nach Hause, es haelt mich doch sehr viel hier fest – in meiner zweiten Heimat. So viele neue Freunde, es ist wie ein zweites Leben, was man nicht so einfach wieder loslassen kann, zumal mich in Deutschland ja auch herrlich viel Schulstress erwartet!!!

Nunja im Grossen und Ganzen verliefen die letzten drei Monate recht friedlich, a propos Frieden, ueber Demo-Mangel kann man sich hier nicht beklagen. Gross und Klein geht aauf die Strassen und demonstriert indem es “Peace” Flaggen wedelt. Zur Freude der Schueler faellt zwecks nationaler Demonstrationen duer den Weltfrieden, oefters mal die Schule aus, dann wird eifrig mitdemonstriert – dioe Bevoelkerung Italiens ist offensichtlich mit Berlusconis “Ja” zum Krieg nicht einverstanden.

Ich fuer meinen Teil habe nun schon beide Seiten (sprich: Pro-amerikanisch und contra-amerikanisch) gehoert und bin mir nicht recht sicher wie ich darueber denken soll.

Nun zu den genaueren , geschichtlichen Daten dieses zeitraums:

11-12. januar:

Treffen aller Austauschschueler aus sardinien und Rom in Cagliari. Endlich habe ich eine andere Landsfrau getroffen und wie immer haben wir uns herrlich amuesiert und ind bis in spaete Nacht aufgeblieben! Nach der Besichtigung einer alten Dorfruine und des Leonardo da Vinci Museums, bot eine Panoramatour mit einem Sessellift eine herrliche Aussicht!

19. Januar:

Familienwechsel. Oh was habe ich gezittert und gebangt. Ich wollte um keinen Preis meine erste Gastfamilie loslassen und wenn ich jetzt zurueckdenke hatte ich gar nicht so Unrecht.
Der Familienwechsel an sich verlief recht schnell; ich wurde Sonntag Abend abgeliefert und es stellt sich als halb so dramatisch heraus , wie ich es mir vorgestellt hatte!!
Leider muss ich mir mit meiner 12-j. Gastschwester das Zimmer teilen und mein kliener Gastbruder tritt auf meinen Nerven herum wie euf einem Trampolin! Meiner Gastmutter arbeitet als lehrerin fuer Englisch und Franzoesich und meine Gastvater in der Banco di Sardegna.
Alles in allem gehts mir gut in dieser Familie , nur muss ich mich ein wenig ueber Freiheitsmangel beklagen: ich habe nicht einmal mehr die Schluessel und Samstagsabend ausgehen ist immer etwas schwierig durchzusetzen!!!

28.-30. Mai Austauschtreffen in ROM:

Diese Stadt ist einfach Wahnsinn, man kann sie gar nicht in Worte fassen. Wir waren ca. 80 Leute (Austauschschueler und solche die es werden wollen) und es ist einfach schoen mit so vielen Menschen aus allen Teilen der welt zusammen zu sein und sich zu unterhalten, ueber eine Erfahrung die wir alle machen und die uns irgendwie zusammen haelt!!!
Rom ist wirklich eindrucksvoll , und wenn man von der etwas fraglichen Unterkunft mal absieht , dann war dies das schooenste Treffen!!!
Ich habe auch noch eine weitere Deutsch getroffen und insgesamt haben wir uns ziemlich viel verlaufen und uns eben dann allein auf Erkundunstour begeben!!!
Es ist eindrucksvoll das Kolosseum in seiner wahren Groesse und Gestalt zu sehen…..

Das waren so die wichtigsten Ereignisse, die in diesen drei Monaten zu verzeichenen waren !
Ach da faellt mir noch etwas ein, aber ich bin nicht sicher , ob Rotary damit einverstanden gewsen waere: meine eltern haben mich Ende Februar fuer eine Woche besucht. Es war schoen sie nach so langer Zeit wiederzusehen und ich stellte mit Erstaunen fest, wie sehr ich mich doch veraendert habe!!! Ich war ziemlich stolz sie von meinen Sprachkenntnissen zu ueberzeugen und ihnen zu zeigen, was fuer mich schon zum Alltag geworden ist!!! Der Abschied nach einer Woche war einfacher als gedacht, ihr Besuch erweckte nur die Angst vor dem ” nach hause kommen”!!!

Ueber Ostern werde ich bei einer Familie untergebracht sein , deren Tochter ich schon kenne, sie will naechstes Jahr ins Ausland. Dann, nach Ostern wechsel ich dann endgueltig in die dritte, offizielle Familie, da dies euber Ostern verreisen!!!
Nun bleiben mir also nur noch drei Monate , diesen Aufenthalt zu geniessen und das werde ich in vollen Zuegen tun!!

Ich verbleibe mit den besten Gruessen aus dem , im Moment leider eher bevoelkten Italien.

by Christiana v. Zahn

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