Mexiko – 2. Bericht von Nina

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Unbeschreibliche Erlebnisse, überwältigende Erfahrungen und unglaubliche Besichtigungen!!

Um das zu beschreiben was ich nach 7 Monaten, hier in Mexiko, erlebt habe fehlen mir einfach die Worte, aber trotzdem möchte ich es versuchen:

Mein erstes halbes Jahr habe ich in einer Familie gelebt, die ich sehr mochte und wo ich sehr, sehr viel gelernt habe – nicht nur Spanisch, welches ich jetzt ohne Probleme verstehe und anwenden kann. Nein ich habe auch die Wichtigkeit einer Familie, die Kultur und die mexikanischen Bräuche kennengelernt.
In Zwischenzeit habe ich auch viel von Mexiko gesehen, da ich im Dezember an einer 11-tägigen Reise von Rotary teilgenommen habe. Mit ca. 40 Austauschschülern aus fast allen Kontinenten haben wir im Bus den Süden des Landes bereist. Wir hatten viel Spaß, haben viele Sachen erlebet und sind in die Geschichte der alten Kulturen, wie Maya oder Azteka, eingetaucht. Die schönsten Erlebnisse waren das besteigen von Pyramiden wie Uxmal oder Palenque. Auch haben wir eins der sieben neuen Weltwunder, ChicheItza, besichtigt. Die Größe und Pracht ist einzigartig und unheimlich schön. Auch sind wir durch unterschiedliche Staaten der Republik gefahren und so andere Klimatypen und auch andere Dialekte spüren dürfen.

Weihnachten: -eins der Unterschiedlichsten Ereignisse im Vergleich zu Deutschland!
Ein Fest in Familie und das im wahrsten Sinnes des Wortes. Ca. 70 Personen in der kleinen Wohnung der Mama meiner Gastmutter wurden eingeladen. Um 21.00 Uhr versammelten sich alle, Tanten, Eltern, Großeltern, Cousinen und Cousins, um die Heilige Nacht zu verbringen. Zunächst wurde getanzt, die Kinder hatten ein Show mit verschiedenen Tänzen einstudiert. Danach haben allen getanzt, ob alt oder jung, es wurde gelacht, sich unterhalten oder einfach nur zugeschaut, wie unbeschwert die Zeit genossen wurde.
Um 23.00 Uhr wurde zu Abend gegessen, wo von allem reichlich da war, da jeder etwas mitgebracht hatte. Später wurden Spiele gespielt, Karaoke veranstaltet und sich unterhalten. Bis sich um 4.30 Uhr am Morgen die Feier langsam auflöste.
Auch Neujahr wurde in der ganzen Familie auch einer Ranch gefeiert, welches aber wesentlich ruhiger verlief. Natürlich auch mit dem späten, gemeinsamen Abendessen, bis sich um 00.00 Uhr alle gratuliert hatten. Doch schon um 1.30 Uhr hat meine Familie die Feier wieder verlassen, welche wesentlich unspektakulärer verlief als Weihnachten, aber trotzdem ein schönes Erlebnis war.

Pyramide del sol (der Sonne): In einer 3-tägligen Reise mit meinen Gasteltern, meinem Gastbruder und einer Cousine sind wir nach Puebla gefahren, um die Stadt kennen zulernen. Die Großstadt mit der größten VW-Produktion Mexikos ist sehr schön, hat viele alte Häuser und einen sehr typischen mexikanischen Park mit viel Musik, traditionellen Süßigkeiten und kleinen Ständen.
Den letzten Tag unserer Reise sind wir nach Teotihuacan, den Pyramiden der Sonne und des Mondes, welches sich nördlich von Mexiko-City befinden. Unglaubliche Hitze, aber trotzdem den Drang die Pyramide zu besteigen warteten wir mehr als eine Stunde, da viele Menschen das gleiche Erleben wollten.
Nach etwas Anstrengung hatten wir es geschafft und standen, wie man sagt, im Mittelpunkt des Universums. Es ist ein einzigartiges Gefühl und benahe unbeschreiblich, wenn man bedenkt das diese Bauwerke vor mehreren tausend Jahren errichtet wurden.

Anfang März habe ich zum ersten Mal meine Familie gewechselt, was mir nicht sehr leicht gefallen ist, da ich mich in meiner ersten Familie sehr wohlgefühlt habe und mich gut mit meinen Gasteltern verstanden hatte. Aber wollte ich auch etwas neues kennenlernen.
Meine Neue Gastfamilie wohnt in der selben Stadt und besteht aus beiden Elternteilen, vier Gastgeschwistern (wobei aber nur zwei noch zu Hause leben) und einem 4 jährigen Sohn einer meiner Schwestern. Ich versteh mich mit allen sehr gut. Mit meiner 16-jährigen Schwester gehe ich gemeinsam zur Schule, habe aber andere Freunde als sie.
Meine Gasteltern arbeiten von morgens bis abends, aber um 14.00 Uhr versammelt sich immer die ganze Familie um gemeinsam zu Essen.
Nachmittags und abends bin ich meistens mit Freunden zusammen, welche ich wirklich reichlich habe. Manchmal machen wir gemeinsam Abendessen, fahren mit dem Auto ziellos durch die Stadt oder sitzen einfach nur gemeinsam im Park. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen, freundlich und nett.

Auch kann ich sagen das die Zeit, diese 7 Monaten, die ich hier lebe die beste Zeit meines Lebens war und ist.
Ich kann mir nicht vorstellen in 4 Monaten all das hinter mir zulassen um dach Deutschland zurückzukehren.

Mit freundlichen Gruessen

Nina Fiedler

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