USA – 3. Bericht von Johanna

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Dreivierteljahresbericht aus Pikeville, Kentucky – Ich lebe noch!

Nach meinem Umzug vor ein paar Wochen durfte ich mich nun bei meiner 2. Gastfamilie einleben, die – und das hat seine Vor- und Nachteile – ganz und gar in der Natur lebt. Kentucky ist ja fast vollstaendig in den Appalachen und so habe ich nun die Moeglichkeit, die Gebirgsformationen vor meiner Haustuere erleben zu koennen. Die “Siedlung” (hier Creak genannant) liegt etwa 35 Minuten vom naechsten Walmart entfernt und um das ganze noch doerflicher zu machen, hat meine Gastfamilie noch eine Ansammlung von 2 Pferden, Hunden und einigen Huehnern, sowie Katzen. Ich durfte meine Katze (die ich gleich nach meiner Ankuft im Juli gefunden habe) behalten, vielen Dank!

Meine Gastfamilie hat sogar noch eine 2. Erweiterung (addition) neben mir, meine Gast-Oma. Sie ist vor kurzem auch hier her gezogen, weil sie im oertlichen Krankenhaus ein ambulanter Patient ist. Meme, wie sie alle nennen, ist urspruenglich Franzoesisch und das geniesse ich sehr, denn mit ihr kann ich ein bisschen meine Franzoesischkenntnisse auffrischen. Sie ist ausserdem ein guter Koch und wir haben viel Spass, neue “internationale” Gerichte auszuprobieren. Weinbergschnecken gab es aber (zum Glueck (!) )  noch nicht!

Wie bestimmt viele Leute in Europa haben auch wir die Nase vom Schnee langsam voll. Wir hatten zwar noch nie richtig viel Schnee, dafuer immer ein bisschen und es ist sehr kalt.  Meine Hoffnungen auf Fruehling waren gross, nachdem wir einen fruehlingshaften Tag hatten… wurden aber am naechsten Tag gleich wieder zerstoert mit einem flockenreichen Schneesturm. Winter Ade!

Meine Gastfamilie fostert ab und zu ein paar Hunde, da das oertliche Tierheim besonders jetzt nach Weihnachten ueberquillt. Wir bekamen also 5 kleine Beagle, die wir zum Hundekaefig auf dem Huegel hinaufgetragen haben. Leiderweise ist der Kaefig noch am Fusse des Huegels , und genau das wurde uns zum Problem, als meine Gastmama einen Hund fallen liess und dieser froehlich und munter den weiteren Teil des Berges hinaufspaziert ist. Zwischen den vielen dichten Baeumen waren wir bald nicht mehr im Stande den Hund zu sehen. Mit einem groesseren Hund sind wir also den 90 grad Winkel berg hinaufgeklettert…. Der Hund war weg. Am naechsten morgen, als ich hinauf gegangen bin um die Tiere zu fuettern, wartete der Hund auf mich vor dem Kaefig. Was fuer ein Glueck. Meine Familie fragt mich immer wieder, wie viel ich denn schon zugenommen hätte und meine Antwort ist: „gar nichts!“ Kein Wunder, wenn man Hunde jagt. Bald werde ich mit Tennis in der Schule anfangen, darauf freue ich mich schon =).

Ich geniesse wirklich meine Zeit und ich hoffe, dass Sie das auch tun. Take it easy!

Vielen Dank and alle, die mir mein Austauschjahr möglich gemacht haben!

Liebe Gruesse

Johanna, Rotary Austauschschuelerin in den USA, 17 Jahre

 

 

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