Taiwan – 3. Bericht von Maren

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:2010-2011
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare

Nun habe ich mittlerweile die Haelfte meines Jahres hinter mir und ich muss sagen, dass diese Zeit hier viel zu schnell vergeht. Echt schade.
Ich bin mit meinen Freunden in ein wunderschoenes 2011 gerutscht. Wir hatten Silvester viel Spass. Am 01.01. ging es dann auch gleich zur Hochzeit meiner Gastcousine, und am Montag wieder in die Schule. Vom 10.01. bis 20.02. hatte ich meine ersten und einzigen Ferien in Taiwan. Da ich auf ein College gehe, habe ich das Glueck laenger Ferien zu haben als viele andere Austauschschueler.

In den ersten Tagen habe ich an den Angeboten meines Rotarydistrikts, wie zum Beispiel Sushi machen, teilgenommen. Es machte sehr viel Spass.
Dann war ich mit Freunden im Vergnuegungspark, wo wir einen lustigen Tag verbracht haben. Am 22.01. und am 23.01. ging ich zu Konzerten, welche mir sehr gut gefallen haben. Vom 31.01. bis 08.02. befand ich mich in der Naehe von Taidong, da ich das Angebot meines RotaryDistrikts angenommen habe, ueber Chinese New Year bei einer anderen Gastfamilie zu leben. 3 von uns Austauschschuelern gingen nach Hualien und 9 weitere nach Taidong. Dort assen wir nach 4Stunden Zugfahrt erstmal Mittag, bevor uns unere neuen und voellig fremden Gastfamilien abholten.

Ich lernte damit ein weiteren Baba, Mama, Jiejie und Meimei kennen. Den ersten Tag haben wir damit verbracht die Naehe des Ozeans zu erkunden. Den ersten Abend verbrachte ich mit ihnen in einen EinRaumApartment, wo ich ein Bett mit meiner grossen Schwester (JieJie) teilen musste. Am naechsten Tag ging es dann zurueck in ihr richtiges Haus, welches sich im 45Minuten entfernten Jinmun befand. Dort hatte ich dann auch mein erstes eigenes Zimmer in diesem Auslandsjahr. Zwar sind die Betten hier hart wie Stein, aber es laesst sich leben.

Desweiteren hatte ich in dem Haus noch 2 Gastgrossmuetter, eine weitere grosse Schwester, und drei kleine Brueder im ungefaehren Alter von 2, 8 und 15 Jahren. Wir verbrachten eine wundervolle Zeit miteinander und hatten sehr viel Spass.  Am 03.02. war auch Chinese New Year. Am Tag zuvor hatten wir schon das ganze Haus geschmueckt.   Dann wurde abends viel geknallt und Wunderkerzen angezuendet. Die naechsten Tage ging es auch einmal nach Kaoshiung, wo wir E-Da World besucht haben. Es hat sehr viel Spass gemacht.

In Taipei habe ich dann auch am 11.02. zu meiner zweiten und letzten Gastfamilie gewechselt. Sie sind alle sehr lieb und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. Mit meiner Gastschwester verstehe ich mich sehr gut. In den letzten Ferientagen hatten wir von unserem Distrikt auch noch einen Ausflug nach Taidong, wo wir den Kaoshioung-Distrikt kennenlernen durfte. Wir nahmen an einer Parade teil, haben das SPA besucht und vieles mehr. Dann ging auch wieder die Schule los, wo ich nun Englisch- , Spanisch- und Japanischunterricht habe. Deweiteren noch Fernsehklasse und Kunst. Es macht sehr viel Spass.
Morgens besuche ich dank meines RotaryClubs wieder den Chinesischunterricht. Diesmal jedoch in einer anderen Schule in Ximen. Wir sind im Durchschnitt um die 10Schueler. Es wird oft gelacht. Gemeinsam mit unserer Lehrerin unternehmen wir auch Ausfluege, wie zum Beispiel zum President Office. Am 11. Maerz ereignete sich auch die Japan-Krise, wodurch viele von uns in Panik geraten sind. Es wurde viel diskutiert und viele Eltern wollen ihre Kinder nach Hause. Demnach haben uns in den letzten Wochen einige von uns Austauschschuelern verlassen, worueber ich sehr traurig bin.

Das ist eine schwierige Frage.

Was kann man den anderen Outbounds mit auf den Weg gehen?

Seit erstmal einfach offen fuer alles, denn ihr koennt nie wissen, was euch genau erwarten wird. Seit nicht gleich eingenommen von Vorurteilen oder den Standards, die ihr gewoehnt seit. Im Ausland wartet eine komplett neue Welt auf euch. Akzeptiert anderer Menschen Meinungen, und schliesst eure Familien ins Herz. Sie meinen es immer nur gut mit euch. Geht auf jede Hilfe ein, die euch angeboten wird, aber seit nicht zu scheu selbst einmal Hilfe anzubieten.
Einfach immer offen reden, auch wenn es nur Quatsch ist, so findet ihr schnell Freunde. Austauschschueler werden immer herzlich empfangen.

Nun einzelne Stichpunkte:

1. Gastfamilie:

Wie euch ja bewusst ist, warten mehr als nur eine Familie auf euch. Dies ermoeglicht euch verschiedene Lebensweisen kennenzulernen. Jede versucht euch es so gemuetlich zu machen wie nur moeglich. Demnach startet bei jeder Familie neu und lernt sie so gut wie moeglich kennen. Bleibt um Beispiel am Abendsbrottisch ein wenig laenger sitzen, um mit ihnen eine Runde zu reden. Es ist erstaunlich, was man dabei alles erfahren kann. Auch das Thema Gastgeschwister ist sehr interessant. Natuerlich haengt es davon ab ob es Schwestern oder Brueder sind. Sie werden euch jedoch sofort akzeptieren. Spielt mit ihnen, geht mit ihnen aus, unternehmt einfach viel mit ihnen. So werdet ihr sofort in die Familie aufgenommen.

2. Alltagsleben:

Nachdem ihr den ersten Schritt in einem anderen Land getan hat, beginnt eine voellig neue Welt. Jeder Tag wird eine Ueberraschung fuer euch bereit halten. Seid also gespannt.  Manchmal passieren natuerlich auch schlechte Dinge, doch lasst euch davon nicht zu lange beeinflussen. Durch schlechte Laune kann man viele Fehler begehen, die man spaeter bereut. Demnach versucht euer bestes. Es wird sich lohnen. Auch oertliche Transportmittel, Laeden und ShoppingMoeglichkeiten werden unterschiedlich sein. Informiert euch einfach genau. Am Anfang mag es zwar sehr kompliziert sein, doch mit der Zeit wird alles zu einer Taetigkeit, die ihr sogar im Schlaf erledigen koenntet. Gibt also nicht auf!

3. Schule:

Neue Schule, Neue Klasse, Neue Faecher, Neue Lehrer. All dies erwartet euch. Die meisten Schulen versuchen ihren Austauschschuelern es so einfach wie moeglich am Anfang zu machen. Demnach stellt euch auf viel Englischunterricht ein. Aber auch dies kann sehr viel Spass machen.
Mitschueler nehmen einen sofort in den Freundeskreis auf. Geht einfach auf soviele Angebote wie moeglich von ihnen ein, wenn ihr die Zeit dazu habt. Dadurch entwickelt sich schnell eine super Freundschaft. Verlasst euch drauf.
Natuerlich solltet ihr von euch auch einige Angebote stellen, damit eure Mitschueler nicht das Gefuehl bekommen, dass sie euch nur nerven.
Zeigt einfach eure Dankbarkeit so oft wie moeglich. Es wird sich lohnen. Versprochen!

4. Freunde:

Freunde warten auf euch ueberall! Egal ob unter anderen Austauschschuelern oder einheimischen Menschen. Doch seit selber auch ein guter Freund! (; Freundschaft ist schliesslich das wichtigste!

Alles in allem: Habt Spass an allem! Nach jedem schlechten Moment folgt auch immer ein guter! Gibt die Hoffnung einfach nicht auf, dann wartet auch ein super Austauschjahr auf euch! Viel Glueck! (:

Schreibe einen Kommentar