USA – 1. Bericht von Anna

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21. Juli 2011, Sky Harbor Airport in Phoenix, Arizona. Meine erster Eindruck von meiner neuen Heimat war: riesige Stadt im Nichts, Palmen, Kakteen und Sand, viel Sand.

Ich bin dann auch gleich ganz herzlich von meiner Gastfamilie empfangen worden und ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Als wir dann ins Parkhaus zum Auto, natürlich typisch amerikanisch: ein Truck, gelaufen  sind habe ich dann auch die Hitze zu spüren bekommen. Oh ja! Es war ein heißer Sommer! Sehr heiß. So wirklich daran gewöhnen kann man sich an diese enormen Temperaturen nicht wirklich, aber zum Glück gibt es Klimaanlagen und Pools.
Meine Gastfamilie ist super lieb und ich fühle mich sehr wohl, willkommen und zu Hause. Von Anfang an konnte ich mit ihnen lachen und weinen. Vor allem die erste Woche war geprägt von Heimweh, Tränen, Jetlag, kleinen Missverständnissen und ein bisschen Verwirrung. Doch schon nach einer Woche hieß es für mich ab ins Band Camp der Corona del Sol Aztecs Marching Band und das war bei weitem eine der besten Erfahrungen meines bisherigen Aufenthaltes hier. Um die 140 musikbegeisterten Jugendlichen proben eine Woche lang für ca. 8 Stunden am Tag. Alle waren total aufgeschlossen und haben Fragen gestellt. Ich habe so viele neue Freundschaften geschlossen und das alles innerhalb von zwei Wochen, noch bevor die Schule angefangen hat.
Als ich das erste Mal von Marching Band gehört habe, dachte ich an ein bisschen umherlaufen und dabei ein Instrument spielen. Da habe ich mich sehr getäuscht. Es ist anstrengend. Sowohl physisch als auch psychisch. Wenn ich versuche jemandem zu erklären, warum ich es liebe, dann können viele es nicht verstehen. Man muss es einfach erleben! Es sind die Menschen, die es wert sind jeden Tag um 4:30 Uhr in der Früh aufzustehen und noch vor der Schule zu üben. Jeden Tag! Das Gefühl Mitglied in einer solchen Gruppe zu sein ist viel mehr wert als der Muskelkater, Müdigkeit und nicht gerade viel Freizeit. Wie gesagt kann man das nicht beschreiben, man muss es erleben und ich weiß jetzt schon nicht was ich ohne alle diese tollen Menschen machen werde.
Ich bin wirklich froh, dass meine Gastschwester Ali in Marching Band ist und ich dadurch die Möglichkeit habe, das auch zu erleben. Viel Freizeit habe ich nicht dadurch, aber wie ich schon erwähnt habe, lohnt es sich auf jeden Fall.
Freundschaften lassen sich sehr, sehr schnell schließen in so einer großen Gruppe und es  hat mir vieles erleichtert. Ich bin wirklich froh die Entscheidung, in der Marching Band zu spielen, getroffen zu haben. Ich liebe es! (Falls ich das nicht schon erwähnt habe.)
Schon nach zwei Wochen hier hat die Schule angefangen. Totale Umstellung. So ziemlich alles ist anders. Natürlich sprechen alle Englisch, aber daran habe ich mich sehr schnell gewöhnt. Wenn man sich eine amerikanische High school vorstellt, dann denke ich sofort an die Turnhalle, die Schließfächer, Football und Cheerleader. Und genauso ist es auch, nur noch viel mehr.
Während meinen Herbstferien habe ich den Grand Canyon besucht und es war atemberaubend! Man kann das nicht wirklich beschreiben, aber natürlich habe ich viele Bilder gemacht, dass ich später schöne Erinnerungen an tolle Erlebnisse habe und mit meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland teilen kann.

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