Venezuela – 1. Bericht von Nina

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1. Quartalsbericht-Nina Venezuela, San Cristobal

Hola ich sitze jetzt gerade hier in der Schule und wir machen zur Abwechslung mal richtig strengen Unterricht, von dem ich allerdings nicht so viel verstehe.

Genau heute vor 4 Wochen gings also von Frankfurt mit 10 anderen Austauschschülern ab nach Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Vor dem Abflug herrschte erstmal großes Chaos denn augerechnet an diesem Tag haben die Flugbegeleiter von Lufthansa angefangen zu streiken.
Schließlich sind wir dann mit 4 Stunden Verspätung los geflogen.
Und jetzte bin ich wirklich schon 1 Monat hier, auf der einen Seite kommt es mir wie eine Ewigkeit vor aber auf der anderen Seite fühlt es sich so an als ob der tränenreiche Abschied am Flughafen gestern war.
Mein erster Eindruck von der Hauptstadt war heiß, sehr hohe Luftfeuchtigkeit aber schön, die Palmen an den Straßenrändern und das Chaos. Me gusta !
Nach 2 Tagen bei der Familie meiner Gastmama ging es dann weiter in meine Stadt San Cristobal, 1 Flugstunde und 12 Autostunden entfernt, wir sind zum Glück geflogen.
Dort hat dann der Rest der Familie gewartet meine Gastschwester 18,sie war letztes Jahr in Deutschland , mein Gastbruder 24 und mein Gastpapa. Außerdem hab ich noch einen Hund und einen Papagei der mich immer mit einem fröhlich krächzenden „Hola“ begrüßt.
Meine Gastgeschwister gehen leider nach den Wahlen beide in andere Städte studieren.
In San Critobal hat es immer so um die angenehme 25 Grad, weil es auf 800 Metern in den Anden liegt. Hier wohen noch 5 andere Deutsche, 3 Schweizer und eine aus Brasilien., was mir am Anfang sehr geholfen hat, weil die Schule erst am Montag angefangen hat.
Wir waren oft am Pool oder in so eienm rießigen Einaufszentrum aber auf Fiestas hab ich natürlich auch schon Venezulaner kennen gelernt.
Mir gefällt die Mentalität hier sehr gut, immer fröhlich und chaotisch. Die Leute hier sind manchmal auch anstrengend weil sie einfach ein lautes tempramentvolles südamerikanische Organ haben, das fällt mir zum Beispiel beim Fernsehschaun auf, das hört man oft noch auf der Straße.
Politik ist hier zur Zeit sehr wichtig denn am 7 Oktober sind die Wahlen, der Tag an dem der jetztige Präsident, Chavez hoffentlich abgewählt wird und sich hier einiges ändert, wie die Bildung, die Strom und Wasser Ausfälle, die hohe Kriminalität und noch vieles mehr.
Alle hier fiebern gespannt und voller Hoffnung diesem Tag entgegen was man im Fernsehen auf der Straße und überall beobachten kann Fahnen mit dem Slogan „Hay un camino“ Es gibt einen Weg, der Wahlspruch von Caprilles dem hoffentlich zukünftigen Präsidenten.
Die Wahlwerbung hier ist mit der deutschen keines Wegs zu vergleichen, da steht man an der Ampel und es stürmen 10 Leute mit schallender Musik 1000 Zetteln und lautem Geschrei auf ein Auto zu, einfach venezulanisch.
Natürlich ist hier nicht alles Friede Freude Eierkuchen, es gibt auch negative Sachen z.B. die Abhängigkeit von jemanden der einen wo hin fährt, denn Buse sind zu gefährlich, wegen der vielen Räuber und am Anfang durfte ich auch nicht alleinen Taxi fahren, was hie umgerechnet 3 € kostet, weil Venezuela ein Erdöl reiches Land ist und der Liter Benzin weniger als 1 Cent kostet.
Ich kann jetzt schon sagen dass ich die öffentlichen Verkerhsmittel in Deutschland wirklich zu schätzen gelernt habe und auch die Sicherheit.
Denn hier kann man nicht einfach mal so alleine auf der Straße laufen um eien Freund zu besuchen der 10 Minuten weg wohnt, oder man soll es zumindest nicht.
Manchmal fühle ich mich schon ein bisschen eingesperrt, wie unser Papagei, weil es einfach gefährlich ist.
Ich hatte auch schon eine Heimwehphase von 2 Tagen, weil meine Gastmama es nicht geschafft hat meine Schuluniform zu kaufen und alle anderen Autstauschschüler 5 Tage früher als ich angefangen haben, aber jetzt ist alles wieder gut und meine Gastfamilie ist nicht die beste aber auch nicht die schlechteste. Nun zur Schule ich gehe ins Abschlussjahr und sie lernen hier in Englisch „he, she, it das s muss mit“ so ist etwa dass Niveau des Stoffes deswegen langweil ich mich auch ein bisschen, aber meistens unterhalte ich mich mit meinen Mitschülern die alle ganz nett sind und ich schon gut in der Klassengemeinschaft integriert bin. Wir haben jeden Tag von 7 bis 13 Uhr Unterricht, das heißt den ganzen Nachmitag frei.
Mein Spanisch wird auch von Tag zu Tag besser dank meiner 3 Schuljahre Spanisch verstehe ich das Meiste auch schon, nur mit dem sprechen happerts noch ein bisschen.
Was ich dringen brauch ist Sport, am Dienstag probiere ich mal Volleyball in der Schule aus und probiers mal in einem Jungsfußball Team, weil Mädchen spielen hier kein Fußball aber ich vermiss es einfach so.
Bald ist auch schon die erste Rotary Reise durch die Anden, worauf ich mich schon sehr freu, da meine Gastfamilie mir bisher noch nichts gezeigt hat.
Und wenn es mir mal nicht so gut geht dann erinner ich mich dran dass ich gerade meinen Traum lebe, und ein völlig verrücktes tolles Jahr auf mich wartet.
Dafür möchte ich meinem Rotary Club Nürnberg Kaiserburg, einfach ganz Rotary, dass es die Möglichkeit gibt so etwas tolles zu machen  und meinen lieben Eltern, die mich immer tatkräftig unterstüzt haben ganz arg danken.
Sonnige Grüße aus dem wunderschönen Venezuela, ach ja mir geht’s hier richtig gut und es gefällt mir einfach.

Hasta luego Nina

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