Ecuador – 3. Bericht von Margharete

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Ein Auslandsjahr in Ecuador 2013/2014
Quartalsbericht von Margarethe Finger 21. Juni 2014

Jetzt ist mein Auslandsjahr fast schon vorbei. Es ist wahnsinnig wie schnell die Zeit vergeht. Und mit jedem  einzelnen Tag, ist man dem Tag des Rückfluges näher. Man fragt sich, was werde ich den Leuten sagen wenn sie mich fragen “Und, wie war es? Was hast du so erlebt?” Und ich werde millionen Erlebnisse im Kopf haben und nicht wissen, was ich zuerst erzählen soll.

 

Tausend Gefühle und Gedanken schwürren durch den Kopf wie der Tag der Verabschiedung wird. Denn dies ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Momente im Auslandsjahr. In einer einzigen, letzten Umarmung mit Tränen liegen alle Momente, Erlebnisse, Konlfikte, Höhen und Tiefen die man mit einer Person durchlebt hat. Freundschaft schließen ist die eine Sache, aber verabschieden die Andere.

Das aller Schönste dieses Jahres war es außergewöhnliche Personen kennen zu lernen die man für immer im Herzen behalten wird. Durch dieses Auslandsjahr habe ich so viel dazu gelernt: Die Freundschaften die ich schließe prägen mich für immer. Sie beeinflussen die Entwicklung meines Charakters und stärken mich bei Zweifeln oder schwierigen Momenten. Es heißt immer, sich auf die Dinge ein zu lassen. Möge es noch so neu sein, es ist wichtig mit einer offenen Meinung heran zu gehen und alles aus zu probieren. Ich bekomme eine Einladung: Klar, ich komme, denn es kann ja interessant werden! Über die Sprache bis zum Salsakurs habe ich dazugelernt. Die Ecuatorianer haben sich an mich angepasst wie ich mich an sie. Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft.

Das Land hätte nicht perfekter sein können. Die tolle Landschaft und wunderschöne Orte wie Galapagos, das Amazonasgebiet, die Srände oder die Berge ist nicht das einzige was mich so fasziniert. Die gesamte Lebensweise ist so anders als in Europa. Es fängt schon dabei an, zu lernen dass die Uhrzeit 15 Uhr für ein Treffen 15:30heißt oder sich Verabredungen auch schnell mal ändern können und nicht immer so fest wie in Deutschland sind. Südamerikaner grüßen jeden, auch wenn sie den jenigen gar nicht kennen. Freundschaften werden schnell geschlossen. Man muss aufpassen welche Freundschaften wahre und welche oberflächliche sind. Südamerikaner machen sich nicht als zu viele Sorgen. Sie nehmen das Leben leicht, gehen gerne aus und genießen das Essen. Eine Einladung zum Mittag kann schon mal bis 22 Uhr in der Nacht gehen. All dies sind Dinge die mir einen Einblick in diese Kultur geben und mich das Land in allen Fasetten spüren lassen. Nicht ich habe mir Ecuador ausgesucht, Ecuador hat sich mich ausgesucht!
Mein Umfeld und Freundeskreis dass ich mir mühsam in einem Jahr aufgebaut habe, muss ich nun leider hinter mir lassen und “Adios!” sagen. Meine Gastfamilien sind wundervolle und einfühlsame Menschen. Besser hätten sie sich nicht um mich kümmern können. Meine Schule war einzigartig und brachte so viele tolle Erlebnisse mit sich. Salsa Klassen gaben mir ein weiteres soziales Umfeld und mehr Freunde. Zu guter Letzt, lernte ich Jugentliche aus der ganzen Welt kennen und konnte mit ihnen dieses Wunderschöne
Land bereisen. Es war ein tolles Jahr in Ecuador. Es bleibt für immer in meinem Herzen auch wenn es mir wie ein Traum vorkommt, aus dem ich aufwachen muss. Aber es geht immer voraus! In Deutschland wartet meine Schule, Hobbys, Freunde und natürlich Familie auf mich, Menschen die mich lieben.
Besonders durch die Weltmeisterschaft dieses Jahr lernte ich meine Heimat zu schätzen. Ich bin bereit auf die Rückkehr mit allen guten Erinnerungen die sie mit sich bringt.

Vielen Dank an alle die mir dies möglich gemacht haben!
Margarethe Finger

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