Herzlich Willkommen unseren diesjährigen Inbounds 2014-2015!

Die erste Orientation, die sich zum ersten Mal über vier Tage erstrecken sollte, ist bereits vorüber und unsere Berlin-Tour nähert sich mit großen Schritten. Doch bevor wir uns alle wiedersehen, blicken wir noch einmal kurz zurück nach Chemnitz.

Wie immer trafen Inbounds und Rotexer gemeinsam am späten Nachmittag am Hauptbahnhof ein. Natürlich sollten wir auch dieses Mal wieder nicht von den ewigen Leiden der Deutschen Bahn verschont bleiben. Unsere aus Nürnberg anreisende Gruppe durfte gleich bei ihrer ersten Zugfahrt in den Genuss eines „Schienenbrandes“ kommen. Nichts ging mehr, aber schließlich sind auch die Nachzügler_innen glücklich und zufrieden in Chemnitz eingetroffen. Nach dem Einchecken in der Jugendherberge Eins und einem kurzen Abendmahl folgte ein Stadtrundgang in zwei Gruppen. Eine Führung für mehr als 40 Leute ist nur schwer von einer Person zu bewältigen und so teilten wir uns wieder einmal in „Latinos“ und „Rest“ auf, was in der Regel einer 50-50-Aufteilung entspricht. Leider war uns am ersten Abend auch das Wetter nicht hold und so wateten wir mit zusammengesammelten Schirmen durch die Innenstadt Chemnitz’. Vom Getreidemarkt ging es zum Marktplatz, vorbei an der Jacobikirche, dem alten und dem neuen Rathaus, Zwischenstopp im Tietz und dessen Schatz, dem über 290 Millionen Jahre alten versteinerten Wald, zurück in die Innenstadt vorbei am Roten Turm, zur Stadthalle und schließlich zum bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, zum Nischl, a.k.a. Karl-Marx-Kopf.

Am nächsten Tag stand dann schon die vierstündige Orientation auf dem Plan, bei dem den Inbounds alles Wissenswertes rund um ihr Austauschjahr nähergebracht wurde. Nachdem alle Inbounds ihr Geschenk – einen Rotex-Kalender gespickt mit allen wichtigen Daten des kommenden Jahres – einem Hipster-Jutebeutel und ein paar Kleinigkeiten mehr in den Händen hielten, referierten Shari, Sylvia, Michi, Cosima, Alexander und Lydia zu den verschiedensten Inhalten und fanden Gehör und staunende Gesichter seitens der Inbounds. Es gibt 6 Ds? Welche sollen das sein? In welchen Container gehören grüne Flaschen? Was mache ich, wenn meine Gastfamilie das FKK-Baden liebt? Was ist überhaupt FKK? An wen kann ich mich im Notfall wenden? Was bedeutet es, Rotary-Austauschschüler_in zu sein? Fragen über Fragen und alle wurden beantwortet. Um uns danach ein wenig die Beine zu vertreten, unternahmen wir einen Ausflug in das Besucherbergwerk der Felsendome. Leider hatten alle die Tiefe der Höhle und die damit verbundene Kälte der Tropfsteinhöhle unterschätzt, so dass einige über die relativ kurze Führung sehr glücklich waren. Zurück in der Jugendherberge wartete schon das Abendessen. Natürlich konnten die Rotexer_innen noch mit einem Highlight aufwarten: Es ging zum Tags zuvor über Facebook angekündigten Guerilla-Konzert der Chemnitzer Band Kraftklub, das nach Angaben der regionalen Tageszeitung über 10.000 Menschen kostenlos besucht hatten. Dem/r ein oder anderen Inbound war die Band sogar bereits ein Name und so war die Freude über das Konzert groß und lieferte neue Energien für den Folgetag.

Am Sonntag warteten die Rotexer mit einem Pilotprojekt auf. Drei DaF-Lehrer_innen standen parat, um den 31 Inbounds in drei Gruppen die deutsche Sprache ein wenig näher zu bringen. Vier Blöcke á 1,5 Stunden schlauchten natürlich, weshalb die Gruppe über den letzten Block sehr dankbar war – der Song „Ich will nicht nach Berlin“, den Kraftklub am Abend zuvor noch live performt hatten, wurde einer Übersetzung und Interpretation unterzogen. Ein paar wenige nahmen es sogleich sehr genau und löcherten die Deutschlehrer_innen mit Fragen nach Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Zum Glück war für die anschließende Nervennahrung bereits vorgesorgt. Gemeinsam verließen wir für ein Festmahl die Jugendherberge und machten es uns im Turmbrauhaus beim Haxenessen gemütlich. Neben unserem Inbound-Koordinator Steffen Noack nahmen auch einige wenige Rotarier des RC Chemnitz teil und erfreuten sich an der diesjährigen internationalen Gruppe.

Das gesamte Wochenende über führten die Rotexer_innen zudem „Candle Light Talks“ durch, bei dem jede_r einzelne_r Inbound nach ihrem/seinen Befinden befragt wurde. Wir waren sehr erfreut zu hören, dass alle Gastfamilien in höchsten Tönen gelobt wurden! Auch der Kontakt zu den einzelnen RCs nimmt langsam Fahrt auf und der/die ein oder andere wurde bereits zu Ausflügen mitgenommen, hat Sprachkurse begonnen oder war sogar schon ein paar Tage am Gymnasium.

Der letzte Programmpunkt, der auf unserer Tagesordnung stand, sollte am Montagmorgen der Besuch des Zolls aus Regensburg sein. Wie auch im letzten Jahr stellten sich zwei Mitarbeiter zur Verfügung, einen zweistündigen Vortrag zum Thema Crystal Meth zu halten. Auch die Inhalte dieses Vortrages ließen das ein oder andere Kinn nach unten klappen. Wirkung nicht verfehlt! Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Rotariern Margot Brandl, die sich bereits zum zweiten Mal dafür eingesetzt hat, dass wir diese Möglichkeit der Aufklärungsarbeit erhalten haben.

Nachdem dann alle Taschen wieder gepackt waren, ging es per Pedes zurück zum Hauptbahnhof und es hieß fürs Erste Abschied nehmen. Doch nur für kurze Zeit. Denn die Berlin-Tour steht bereits bevor. Wir freuen uns auf euch in ein paar Tagen!

Eure Rotexer_innen

 

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