Argentinien – zweiter Bericht von Juliane

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Jetzt bin ich schon 6 Monate in Argentinien und habe so viel erlebt. Weihnachten war sehr schön, obwohl ich den Weihnachtsmarkt und den echten Weihnachtsbaum schon ein wenig vermisst habe. Ich habe auch Stollen für meine Familie gebacken, worauf ich richtig stolz bin, weil er allen super geschmeckt hat. Am 24. Dezember haben wir zusammen Abendbrot gegessen und danach, um Mitternacht, hat mein Gastpapa ein Feuerwerk gemacht. Gefeiert wird erst richtig am 25. Dezember und wie in Deutschland wird viel gegessen! Silvester war auch richtig schön. Es ist schon ein unglaubliches Gefühl das neue Jahr auf der anderen Seite der Welt zu beginnen. Silvester gab es bei uns das typische asado und zwischen Weihnachten und Silvester hatten wir jeden Tag andere Gäste, unsere Familie oder Freunde von meinen Gasteltern.

 

Zu den Rotary Meetings gehe ich fast jede Woche und fühle mich immer willkommen. Mit meiner Counselorin verstehe ich mich auch richtig gut. An mich werden immer viele Fragen über Deutschland gestellt und bald werde ich auch einen Vortrag halten. Es ist auch geplant, dass ich zusammen mit Pauline, der Austauschschülerin aus Frankreich, kochen werde.

 

Anfang Januar habe ich zum ersten Mal meine Gastfamilie gewechselt und am Anfang war es irgendwie ungewohnt, wieder musste man sich an neue Abläufe, neue Regeln und natürlich neue Familienmitglieder gewöhnen, aber es ging echt schneller als ich gedacht habe und ich verstehe mich so gut mit meiner Familie.

 

Wir sind auch gleich für einen Monat in den Urlaub gefahren, nach Tucuman, weil die Familien von meinen Gasteltern aus Tucuman kommen. Die Provinz liegt im Norden von Argentinien und nach zwei Tagen Autofahrt sind wir endlich bei meiner Gastoma und meinem Gastopa angekommen Es war echt interessant zu sehen, wie sich die Landschaft verändert. Vom trockenen und windigen Patagonien in den heißen, schwülen Norden. In Tucuman wird auch in einem anderen Dialekt geredet der für mich ein wenig schwierig zu verstehen war. Ein paar Tage sind wir dann mit meinen Gasteltern und meiner Gastschwester nach Carlos Paz in Cordoba gefahren. Wir sind ins Theater gegangen und am Nachmittag sind wir oft baden oder ins Stadtzentrum gegangen und es waren richtig schöne Ferien.

 

Schade ist, dass meine Gastschwester jetzt in Buenos Aires studiert, denn wir haben immer viel zusammen gemacht und in den 2 Monaten sind wir wie Schwestern zusammengewachsen. Jetzt bin ich praktisch Einzelkind, weil meine andere Schwester gerade ihr Austauschjahr in Deutschland macht, aber ich treffe mich oft mit Freunden und jetzt, nach 3 Monaten Ferien, hat auch endlich wieder die Schule angefangen. Mit meinen Freunden gehe ich oft ins Kino oder wir gehen ins Stadtzentrum um ein Eis zu essen. Meine Stadt liegt direkt am Meer und wir treffen uns dort oft zum Mate trinken. Jetzt wenn die Schule wieder anfängt gehe ich wieder zum Ballett und werde mit Tango anfangen.

 

Alles in allem lerne ich hier so viel und habe bis jetzt schon so viele neue Erfahrungen gemacht. Das Jahr ist einfach nur perfekt!

 

Den zukünftigen Outbounds empfehle ich natürlich gegenüber der Gastfamilie und Mitschülern aufgeschlossen zu sein, sich auch in der Schule oder in Clubs für Nachmittagsaktivitäten einzuschreiben, denn so lernt man schnell Freunde kennen. Ich beispielsweise habe in der Schule viel und sehr schnell Spanisch gelernt, weil in der Schule kann man die Sprache von einer anderen Seite lernen als vielleicht mit seiner Gastfamilie, also „mitmachen anstatt zu schlafen!“ Das kann man eigentlich als meinen Rat für das ganze Jahr sehen.

 

Liebe Grüße aus dem schönen Argentinien, Juliane

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