Japan – erster Bericht von Anne Sophie

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 Meine Reise, das Ankommen und die ersten Tage in Japan:

Meine Reise nach Japan empfand ich als sehr angenehm. Den Flug habe ich genossen und mit schlafen und Filme schauen verbracht. Am 19.08.2014 bin ich in Tokio angekommen. Ich wurde von dem Distriktleiter und den 5 weiteren Austauschschülern empfangen. Insgesamt sind wir 5 Austauschschüler, 4 Franzosen, eine Italienerin und eine Deutsche. In meinen ersten Wochen ist mir aufgefallen, dass sehr viele Dinge komplett anders, wie z.B. die Toilette (entweder die traditionelle japanisch Toilette im Boden oder die komfortable Variante mit Sitzheizung,…), das Bett (besteht nur aus einer Matratze und Decken → ohne Bettgestell), die häuslichen Türen (traditionelle japanische Schiebetüren), der Autoverkehr(Linksverkehr und die kastenförmigen Autos),…

Meine erste Gastfamilie hat mir in vielen Eingewöhnungsdingen geholfen. Im besonderen haben mir meine beiden Gastschwestern sehr geholfen. Die Atmosphäre war sehr sehr angenehm, da mein Gastvater viel Humor besitzt, meine Gastmutti mich wie eine eigene Tochter behandelt hat und alle Mitglieder für neue Dinge offen sind. Meine Gastoma ist eine super Köchin und ist pflegt gemeinsam mit dem Gastopa einen Acker. Die ältere Gastschwester geht mit mir in die selbe Klasse. Mittlerweile bin ich in meiner 2. Gastfamilie. Die jetzige Gastschwester geht ebenfalls mit mir in die selbe Klasse.

 Essen:

Dinge die ich nicht esse und mir vllt. zukünftig im Weg stehen: roher Fisch/Meerestiere, Sushi, Sojasoßengedöns und Nato. Meinen Gastfamilie habe ich schon meine unsympathischen Essensfreunde vorgestellt. Sie haben mir keinen Todesblick zugeworfen, sondern finden es gut, dass ich es gesagt habe. Trotzdem heißt es bei einigen Teesorten oder Gerichten “Augen zu und essen”. Was mir auch aufgefallen ist, dass sehr viel gegessen wird. Es liegen wenig zeitliche Abstände zwischen den Mahlzeiten. Und man kann nicht selber wählen wie viel man von x und y haben mag, sondern man kriegt die Portionen schon fertig aufgetischt (sehr stark war das in meiner ersten GF).

Aktivitäten:

Jeden ersten Donnerstag des Monats besuche ich RC. Jeden Tag besuche ich den Volleyball-Club für 2-3h (auch am Wochenende). Mit meiner Gastfamilie verbringe ich gemütlich Nachmittage oder Abende, sie bestehen aus englische/japanische Filme schauen, Fernsehen, kleine Spaziergänge, ein bisschen was lesen,…

Sprache:

In meinem ersten Monat habe ich jeden Tag mehrere Wörter hinzugelernt, jedoch Sätze bauen ist am Anfang trotzdem noch schwer geblieben. Meine Gastschwester redet zu mir meistens japanisch und wenn ich gar nichts verstanden habe (was am Anfang noch oft war), versucht sie es auf englisch nochmal. Die Methode an sich mag jetzt ganz gut klingen, aber für mich wäre es einfacher wenn sie langsamer und zu mir gezielte und einfache Sätze sagt. Weil so weiß ich nie was jetzt dies und jenes Wort heißt/bedeutet. Letztlich ist dranbleiben angesagt. Meine jetzige Gastschwester ist sehr lieb und engagiert, denn sie schreibt mir immer jeden Tag kleine Dinge auf einen Zettel, die ich dann für 1-2 Tage lerne.

 
Schule:

So sieht mein derzeitiger Schultag aus:

6:00 Aufstehen

6:30 Frühstück

7:00 Aufbruch Richtung Schule (Meine Gastschwester und ich werden von “Mama” zur Tanaka Station gefahren)

7:22 Zug kommt!

7:32 Aussteigen in Ueda Station und Weg zur Schule einschlagen.

8:10 in Schule angekommen

8:40 erste Stunde startet (eine Stunde geht 65 min)

12:45 Obentobox-Pause (schon 3x 65 min überstanden; 5-10 min Pausen zw. einzelnen Stunden)

13:15 Unterrichtsfortlauf

15:45 Unterrichtsschluss → Saubermachen (alle Schüler säubern nach Unterrichtsschluss die Schule!) Ab nach Hause!………aber nicht in Japan!

16:15 Clubaktivität beginnt (Volleyball Club )

18:45 sich auf den Heimweg machen

19:39 Endlich!!! Zu Hause.

~ 20:00 Abendbrot

~22-23:00 ins Bett gehen.

 

Es bleibt sehr wenig, bis gar keine Zeit für Dinge wie Zimmer aufräumen, Hobbys nach zugehen,…

Clubs:

In Japan ist es geläufig nach der Schule einem Club beizutreten. Deshalb gibt es ein riesiges Spektrum an Clubs. Ich nenne nur Beispiele, welche wären: Basketball, Hip Hop, Volleyball, Basketball, traditionelles Bogenschießen, Gitarren/Mandolin-Orchester, Englisch Club, Softball, Bandclub(4 Proberäume+samt Instrumenten+Ausrüstung von Schule gestellt) ,… und unendlich mehr !!!! Ich finde da können manche deutschen Schulen an AG-Angeboten nachrüsten, denn wenn sich kein Lehrer findet -> kein Problem, denn einige Clubs sind hauptsächlich von Schülern sehr gut organisiert! Someya Highschool hat circa 78 Lehrer und um die 1000 Schüler. Die Volleyball-Mannschaft besteht aus 10 Menschen, geleitet von einer jungen Studentin. Das Training macht super Spaß. Es ist lustig als auch sehr diszipliniert und trägt Züge vom Armee-Stil, 1,2,3,4,5,6,…(in japanisch). Das Gefühl ein Team, besser gesagt DAS Team, egal von wo man kommt und aussieht, zu sein ist einfach schön!

Schule/Klasse:

Name: Someyaoka Highschool, Ueda

Zahlen: ~78 Lehrer und 1000 Schüler

Sonstiges: 2 Turnhallen, 1 Schwimmbecken, mehrere Trinkautomaten, …; Ohrringe tragen und Haare färben indirekt verboten!

Meine Klasse: Schüler: 39 -> 8 Jungs, der Rest: Mädchen

Klassentyp: International Class

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