Mexiko – 1. Bericht von Isabell

Host Club

Bisher bin ich zu ca. 4 Clubmeetings gegangen, habe mich aber auch privat mit Clubmitgliedern wie meinem Counsler getroffen. Mein Counselor ist sehr offen und warmherzig. Ich kann mich gut mit ihm unterhalten.

Gastfamilie

Ja ich verstehe mich super mit meiner Gastfamilie und habe mit niemandem Probleme. Ab und zu unternehme ich auch etwas mit meinen anderen Gastfamilien.

Probleme

Ich habe keinerlei Probleme.

Sprache

Ich denke dafür, dass ich nur 3 Monate in Deutschland 1 Kurs pro Woche belegt habe, ist mein Spanisch sehr gut. Den ersten Monat hier habe ich sehr viel gelernt und es ging schnell voran. Nun besuche ich Spanisch-Klassen damit ich meine Grammatik etc. verbessere. Ich lerne jeden Tag dazu und kann mich verständigen.

Die ersten Tage

Den 6.8.15, 13.25 Uhr begann mein Abenteuer. Schnell von der Familie verabschiedet und schon ging es los. Also eingecheckt und die Füße des Flugzeuges hebten vom Boden ab. Ich hatte 12h Flug von Frankfurt am Main bis Mexico-City vor mir. Ich flog mit ca. 50-60 anderen Deutschen zusammen, denen genau das selbe wie mir bevorstand, eine völlig neue Umgebung.
 Ich persönlich war sehr gespannt und aufgeregt, was denn nun alles auf mich zukommen würde. Doch ich muss sagen die Flugzeit verging ziemlich schnell. Ich saß neben 2 netten deutschen Mädchen, die hier in Mexiko auch nur 1h von mir entfernt leben.
 Als wir dann nun endlich in M.C. ankamen mussten wir schon in das nächste Flugzeug umsteigen nach Veracruz. Angekommen in Veracruz todmüde und total erledigt wurden ich und die 3 anderen Deutschen von einer schwülen Luft von 35-40 Grad begrüßt. (Das war natürlich in meiner langen Hosen und meinem Pullover nicht sehr angenehm.) Doch Augen zu und durch, Gepäck entgegen nehmen und raus in die “Empfangshalle”. Dort wurden wir mit lautem Gesang und Getrommel von mehreren Gastfamilien und Rotary Club Mitgliedern erwartet. 
Noch ein paar Fotos geschossen und wir stiegen ins Auto ein, denn noch waren wir nicht da, noch 1h Fahrt bis zu meinem Wohnort für ein Jahr XALAPA. Die Autofahrt bin ich auf der Schulter meiner Gastschwester eingenickt, schließlich war ich schon über 24h wach und somit sehr sehr müde. (Die 11h im Flugzeug habe ich zum Filme schauen genutzt). Nach gefühlten 15 Minuten waren wir dann auch schon da. Schnell in die Dusche gesprungen und dann war mein einzigster Wunsch zu schlafen. Den ersten Morgen aufgewacht realisierte ich erst mal, dass ich nun endlich in meinem Austauschjahr bin. Die Sonne schien und es waren ca. 30 Grad, so wie ich es von Mexiko erwartet habe. Diesen Tag habe ich die Koffer ausgepackt und das Haus ein bisschen erkundet. Zum Frühstück bekam ich meine ersten Quesadillas, was mittlerweile ein meiner liebsten Gerichte ist. Zum Mittag gab es Picaritas, das sind Tortillas mit verschiedenen Arten von Salsa. (Übrigens ist meine Familie sehr erfreut darüber,dass ich gern scharf esse) Bei der “Herstellung” des perfekten Tortillas habe ich mich auch mal probiert, doch ich muss zugeben, dass unsere Haushälterin das besser hinbekommt. Zur Vorspeise gab es eine grüne Suppe. Und zum Abendbrot aßen wir Tamalis, dies ist eine Art herzhafte (gibt es auch süß) Maismasse, die in ein Maiskolbenblatt eingewickelt ist. Die nächsten Tage gab es wieder nur Maisgerichte und ich habe nur daran gedacht wie ich in die Breite gehen werde, doch meine Familie wollte mich nur in die mexikanische Küche einweihen, somit gibt es jz ganz normales Essen. (meistens Hühnchen mit Reis) Zum Glück!
 Die weiteren Tage habe ich verschiedene Sachen mit meiner Gastfamilie unternommen. Unter anderem habe ich Xalapa besichtigt, wir waren bei großen Wasserfällen eine Stadt weiter. Außerdem habe ich noch ein paar Freunde meiner Schwester kennen gelernt. Generell muss ich sagen, dass die Leute hier sehr offen und warmherzig sind, was ich sehr begrüße. Und wie erwartet bin ich hier die einzigste blond-haarige, somit falle ich ein wenig auf und werde öfters angestarrt. Mittlerweile habe ich mich jedoch daran gewöhnt . Dann am 18.8. war es soweit mein erster Schultag. Mit Uniform und allem drum und dran. Mein Schultag beginnt 7 Uhr und endet 14 Uhr. Ich gehe hier in das 5. Semester, dass ist ungefähr wie die 12. Klasse in Deutschland nur das hier vieles vom Stoff her leichter ist. Als ich in die Schule kam wurde mir mein Klassenzimmer zugewiesen, viele Leute haben mich umarmt, da ich diese auf der letzten Party kennen gelernt habe. Jedoch ist das mit den Namen so eine Sache, für mich sehen sie alle mexikanisch aus haben dunkle Haare,braune Augen und auch noch Fremde Namen. Somit wusste ich ca. 2-3 Namen, was mir ein bisschen unangenehm war. In den Pausen wurde ich erst mal ausgequetscht, von wo ich genau komme, was es für deutsche Schimpfwörter gibt etc.. Insgesamt kann ich sagen mir gefällt die Schule sehr gut, ich habe Freunde und die Lehrer sind auch sehr sympathisch. Das komische für mich war es hier, dass die Lehrer mit Vornamen angeredet werden und die Schüler umarmen ihre Lehrer. Jedoch finde ich diese Art von Beziehung zu einem Lehrer viel besser. Generell sind die Schulen hier nicht zu vergleichen mit denen in Deutschland. Die Klassenräume sind sehr sehr einfach gehalten. Das Notwendigste wie Tische,Stühle, Lehrertisch und Tafel sind vorhanden. Eine Heizung gibt es nicht, somit freue ich mich nicht auf den ‘Winter’ hier (ca.15 Grad). In der Pause trifft man sich mit Freunden in dem großen Pausenhof, der sich in der Mitte der Schule befindet. Hier gibt es jedoch keinen Park oder etwas in der Art wie in Deutschland.

An meinem 2. Wochenende hier in Mexiko war ich auf meiner 1. Orientation. Wir waren ca. 60-80 Austauschschüler. An diesem Wochenende konnten wir ein bisschen in andere Kulturen rein schnuppern. Jedoch haben wir auch Sport gemacht, was für mich sehr anstrengend war, da es eine Weile her war als ich das letzte Mal Sport gemacht habe. Außerdem haben wir uns Regeln und Vorträge etc. angehört. Zusammengefasst war dieses Wochenende sehr schön, man hat neue Freunde kennen gelernt und viel Spaß gehabt! Am Ende dieses Wochenendes musste ich dann meine Gastschwester verabschieden.(Sie verbringt ein Jahr in Belgien) In diesen 2 Wochen hatte ich sie schon in mein Herz geschlossen und somit vermisse ich sie ein wenig, denn ohne sie bin ich das einzigste Kind im Haus, was für mich sehr ungewohnt ist. Doch mittlerweile unternehme ich viel mit Freunden, mache Sport und besuche Spanisch-Klassen somit ist mir an den Nachmittagen nicht mehr ganz so langweilig. Zusammengefasst mir geht es richtig gut hier. Ich liebe meine Gastfamilie, verstehe mich super mit den anderen Austauschschülern und habe viele mexikanische Freunde. Ich bin verliebt in die Kultur und die Warmherzigkeit der Menschen dieses Landes. Und vor allem das Essen ist himmlisch!!

Isabell Wolf (Deutschland-Mexiko15/16)

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