Brasilien – 2. Bericht von Leander

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Hallo,

nun sind es schon mehr als vier Monate in einem komplett anderen Land mit anderen Leuten und Familien. An sich vergeht die Zeit hier sehr schnell was glaube ich daran liegen wird das ich mich gut eingelebt habe und nun auch gut mit der Sprache zurechtkomme . Dadurch das meine Sprachkenntnisse nun besser sind ist es auch viel einfacher mit Leuten ins Gespräch zu kommen und dadurch mehr Kontakte zu knüpfen . Damit verbunden haben meine Aktivitäten auch sehr zugenommen. Am Anfang der Ferien war ich viel mit meinem Gastbruder im Haus und habe nicht viel unternommen. Doch vor allem in den Wochen vor Weihnachten habe ich viel mit Freunden unternommen. Dazu zählten Hochzeiten gemeinsame Feiern oder einfach nur zusammensitzen und miteinander reden. Mit meinem rotary Club habe ich bisher noch nicht viel gemacht. Ich gehe einmal wöchentlich jeden Freitag zum Interactmeeting und hatte viel Kontakt mit Rotary als ich im letzten Monat meinen Vortrag gehalten habe. Mit meiner Gastfamilie war ich noch einmal mehr an einem nicht so weit entfernten Strand gewesen für ein paar Tage und im nächsten Monat werde ich den ganzen Monat mit meiner jetzigen und mit meiner nächsten Gastfamilie unterwegs sein. Dadurch das meine Gastfamilie gut mit meinem counselor befreundet ist habe ich mit ihm auch schon mehrere Treffen gehabt. Aber meist regelmäßig nur bei der monatlichen Taschengeldübergabe. Ansonsten kann ich meine Ferienzeit hier genießen, da diese nicht wie in Deutschland nur zwei Wochen beträgt sondern ca. 3 Monate. Es gab vor dem Ferienbeginn ansonsten nochmal eine sehr anstrengende Schulwoche mit vielen Test. Aber ansonsten läuft hier die Schule fast wie in Deutschland ab. Ich würde auf jedenfalls sagen das Brasilien das Land für diejenigen ist die Mittags gern eine Pause haben und etwas essen wollen. Denn ich habe hier jeden Tag um 12 Uhr Schluss fahre dann nach Hause und esse dort Mittag. Wenn ich am Nachmittag Unterricht habe, dann fängt die schule um 2:30 wieder an. Für alle diejenigen die ich für eine nicht zu stark differenzierte , aber dafür schöne, offene und herzliche Kultur Interessieren , für den ist Brasilien eine gute alternative sein Auslandsjahr zu verbringen. Ich kann nur sagen das ich sehr froh bin hier zu sein, das einzige was besser sein könnte, wäre das Essen. Weil hier jeden Tag das selbe gegessen wird. Ich habe mich nach 4 Monaten daran gewöhnt und es schmeckt auch nicht schlecht aber mal wieder einfach nur Kartoffeln oder Suppen wären nicht schlecht. Die einzige Besonderheit hier im Austausch in Brasilien ist, das aufgrund der Kriminalität viele Personen besorgt um euch sind und euch probieren zu schützen. So war es auch bei mir. In den ersten zwei Monaten konnte ich so gut wie nirgends alleine hingehen. Ich wurde gebracht und wieder abgeholt aber mittlerweile aufgrund dessen das ich die Sprache kann und meine Gastfamilie mir vertraut kann ich mehre Sachen auch alleine machen. Wie zum Beispiel einkaufen gehen oder mich mit Freunden treffen. Alles in allem würde ich sagen, das Brasilien eine gute Wahl für ein Auslandsjahr ist, da es viele verschiedene Kulturen beinhaltet man aufgrund der Reisen viel sehen und Unternehmen kann. Außerdem erlernt man eine Sprache die nicht unbedingt jeder spricht und die grammatikalisch für mich sogar schwerer ist als deutsch. Aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen denn die herzliche Kultur hier ist ein großer Höhepunkt. Ich selber genieße mein Auslandsjahr bisher und hoffe das es auch noch das restliche Jahr so bleibt. Man findet hier sehr schnell viele Freunde und muss nur den Mut haben alles zu machen was sie auch machen. Was für uns deutsche manchmal sehr komisch ist.

Ich kann nur sagen seit glücklich ein Auslandsjahr machen zu können und wählt eurer Land gut und bedacht da ihr dort ein Jahr leben werdet. Ich selber kann nur sagen das ich Brasilien liebe und es nicht das letzte mal sein wird das ich hier war. Die Musik, die Menschen es ist einfach schön anders. Die einzigen negativen Punkte für mich sind hier das dass essen immer gleich ist und das es schwer ist sich mit anderen Austauschschülern zu treffen aufgrund der Entfernungen der jeweiligen Städte zueinander.

Mit meinem Auslandsjahr war es nun auch das erste Jahr indem ich Weihnachten ohne Familie feierte und auch in einem anderen Land . Für mich hieß das also ein entspannten Tag am 24.12.2015. Denn anders als bei meiner Familie in Deutschland beginnt hier Weihnachten so zu sagen erst ab 19 Uhr mit der Kirche, danach sitzt man bis spät in die Nacht meist mit der ganzen Familie zusammen. Trinkt und isst zusammen. Das Essen hierbei war Reis, Salat und Truthahn oder Hähnchen in meiner Familie. Begleitet von der normalen brasilianischen Musik. Also ich habe mich hier nicht richtig in Weinachtstimmung gefühlt, da es hier ca. 35 Grad am Tag waren und auch an sich nicht wirklich viel Dekoration im Haus vorhanden war. Die Weinachtsage ansonsten waren dann der normale Alltag wie in Deutschland in diesen Tagen. Mit der Familie etwas unternehmen und zusammen essen. Am Abend vielleicht noch einen Film schauen. Aber auch in den Weinachtsagen denkt man viel an seine Familie in Deutschland in der Austauschgruppe von allen Austauschschülern die hier in diesem Distrikt in Brasilien sind, haben in diesen Tagen geschrieben was sie alles vermissen und es war so ziemlich das erste mal das es einem bewusst wird, wie sehr man etwas vermisst.

Aber man vergisst dieses Gefühl sehr schnell wieder, weil man einfach Spaß hat und sich hier wohl fühlt. Die Gastfamilie wird fast wie zu einer Familie, für mich ist mein Gastbruder wie ein Bruder für mich geworden in diesen 4 Monaten. Die freunde hier ersetzen die Freunde in Deutschland und somit pendelt sich alles ein und man fühlt sich wohl auch wenn man viele Kilometer von der Heimat entfernt ist.

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