Argentinien – 3. Bericht von Tanja

Liebe Rotarier!

Die Zeit vergeht wie im Flug und ich fliege bereits in ca. 3 ½ Monaten zurück nach Deutschland. Einerseits will ich hier nicht weg, weil ich mir wie ein zweites Leben hier aufgebaut habe (Freunde, Familie, Hobbies) aber andererseits vermisse ich auch Freunde und Familie in der Heimat und freue mich schon darauf alle wieder zu sehen.

Ich habe viel in meinem Austausch gelernt; nicht nur über andere Kulturen und Personen sondern auch viel über mich selbst. Die Entscheidung einen Austausch zu machen ist der erste Schritt zur Unabhängigkeit. Aber wenn man dann wirklich ins kalte Wasser springt und in ein anderes Land geht um dort 1 Jahr zu leben ist etwas, was ich mir vor einem Jahr vielleicht vorstellen konnte aber es noch nicht begriffen habe.

Natürlich lernt man die Sprache (darum kommt man nicht herum). Das Einleben wird vereinfacht wenn man schon Vorkenntnisse in der jeweiligen Sprache hat und auch das neue Kontakte zu knüpfen. Man kennt ja niemanden aber man hat den Vorteil, dass man als Austauschschüler immer erst mal interessant ist. Aber man sollte sich nicht darauf ausruhen und auf Leute zugehen und versuchen Kontakt zu halten. Auch mit den anderen Austauschschülern, mit denen man auf Reisen und Camps zsm. Ist, wächst man wie eine Familie zusammen. Mal abgesehen davon, dass man natürlich internationale Kontakte knüpft, lernt man auch andere Deutsche kennen, die man später auch noch in den verschiedenen Teilen Deutschlands besuchen kann.

Auch ein wichtiger Punkt ist, dass man sich für das, was einem wichtig ist einsetzen und den Mund aufmachen muss, weil wenn 2 verschiedene Kulturen aufeinander treffen kann es zu Missverständnissen kommen.

Zu Eigenständigkeit wird man unbewusst gezwungen und dadurch wächst auch das Selbstbewusstsein. Ich glaube man verändert sich unbewusst selbst, auch wenn das einem vlt. Erst auffällt wenn man wieder zurück ist und es einem Freunde und Familie sagen. I

ch für meinen Teil habe viel in meinem Austausch gelernt, dass ich sogar für mich das Gefühl habe in gewisser Weise gewachsen zu sein und mich verändert habe.

An dieser Stelle möchte ich Rotary von Herzen danken, dass sie mir all diese Erfahrungen (Positiv und negativ) ermöglicht haben.

Ich bereue keine Sekunde meines Austausches und es wird immer eine schöne Erinnerung bleiben!

Danke und bis bald!

Tanja – Corrientes, Argentinien

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