Mexiko – 1. Bericht von Lara

Hey Rotary in Deutschland!

Zuerst möchte ich mich nochmal bedanken dafür, dass ich diese Chance bekommen habe. Ich hatte ja zuerst gar nicht vor nach Mexico zu fliegen, da ich ja erst nach Australien wollte. Aber jetzt kann ich mit voller Überzeugung sagen, es war die beste Entscheidung die ich je getroffen habe! Ich liebe Mexico!

Meine Reise ging am 5. August 2016 vom Dresdener Flughafen los. Nach zahlreichen Tränen und Verabschiedungen früh um 8 Uhr von meinen besten Freunden und meiner Familie hieß es dann „Boarding und Einsteigen ins Flugzeug“. Zum Glück bin ich nicht alleine geflogen, sondern bin mit Victor Ernst zusammen nach Frankfurt geflogen. Das war sehr angenehm und man hatte nicht das Gefühl wirklich alleine zu sein. Am Flughafen in Dresden haben wir auch zufällig Valerie Fuerle getroffen, die am selben Tag nach Florida zum Austausch geflogen ist. Am Frankfurter Flughafen angekommen mussten wir beide dann 5 Stunden auf den Anschlussflug nach Mexico City warten. Die Zeit verging aber relativ schnell, durch die ganze Aufregung und Adrenalin. Dort trafen wir dann auch auf die knapp 50 anderen deutschen Austauschschüler und wir haben uns direkt alle super verstanden. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass alle das Selbe durch machen müssen. Es kam direkt eine Art von Gemeinschaftsgefühl auf. Ich war jedenfalls sehr aufgeregt und konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen. Besser gesagt konnte ich nicht glauben, dass ich diesen Schritt wirklich gehe und dass das alles wirklich real ist. Um ca. 13.25 Uhr ging also der laaaaaange Flug nach Mexico City los. Der Flug ging ca. 12 Stunden und ich hatte während dessen glaube ich 5 Filme geguckt, 2 Stunden geschlafen, zahlreiche Lieder gehört, Fotos gemacht, mich mit den Anderen unterhalten und mit Victor Sport gemacht (12h sitzen ist schon echt anstrengend). Und wirklich schlafen konnte keiner, ich meine wer ist schon so relaxt an dem Tag wo sich dein Leben für ein Jahr komplett verändert? Ich nicht! Es ist ein unglaublichen Gefühl zu wissen, dass man wirklich zum anderen Ende der Welt fliegt, ohne Familie, nur man selbst. Man muss dies wollen, man muss diese Entscheidung wirklich für sich selbst treffen.

Endlich am Flughafen angekommen ging es dann zum Gepäckband und durch den Zoll. Und danach war es soweit, endlich habe ich meine Gastfamilie kennengelernt. Ich wurde so herzlich empfangen, mit Plakaten und Geschenken. Nach zahlreichen Fotos hieß es dann nochmal 6 Stunden Autofahrt zu meiner neuen Heimatstadt Celaya, die ich sehr lieben gelernt habe! Die Reise war sehr anstrengend und ich bin am Ende nur noch in mein neues Bett gefallen und habe geschlafen. Die ersten Tage waren sehr schön und wir haben mit der Familie viel unternommen (Stadttour, Familie kennengelernt…).

Ich hatte nur 2 Tage zum eingewöhnen, weil es am Tag 3 für mich schon in meine neue Schule ging. Dieser Tag war sehr aufregend. Ich habe die anderen 5 Austauschschüler, die auf dieselbe Schule gehen kennen gelernt. Wir wurden den Klassenstufen vorgestellt und hatten gleich unseren ersten Unterricht. Wobei wir natürlich gar nichts verstanden haben. Nach einer Woche wurden die Klassen erneut aufgeteilt. Ich bin nun die einzige Austauschschülerin in meiner 14 Köpfigen Klasse. Ich fühle mich sehr sehr wohl in meiner Klasse und allgemein in meiner neuen Schule. Die ersten Tage waren schwer für mich, weil ich nicht wirklich was verstehen konnte und auch nicht sprechen konnte. Na klar waren die Wörter die jeder kennt auf Spanisch wie „Hola“ oder „Comó estás“ da, aber das hilft dir hier nicht so wirklich. Aber mit Händen und Füßen ging es dann schließlich auch vorwärts. Alle sind super nett und freundlich, auch wenn so gut wie keiner wirklich englisch spricht. Dadurch habe ich aber in den 2 Monaten wo ich hier bin, alles verstehen gelernt und gelernt auf Spanisch zu kommunizieren. Die 5 Austauschschüler auf meiner Schule sind zu meinen besten Freunden und zu meiner Familie geworden! Aber auch die anderen auf meiner Schule sind zu meinen engsten Freunden geworden und wir unternehmen einfach so viel und entscheiden immer spontan nach der Schule mal was zu machen. Ich verstehe mich auch super mit einigen Lehrern und es ist hier sogar möglich mit ihnen Freundschaften aufzubauen. Es ist unglaublich zu sehen, auch wenn man nicht die selbe Sprache spricht und von Grund auf verschieden ist, dass man so gute Freunde finden kann. Ich würde dieses Austauschjahr auch wenn es erst begonnen hat, nicht wieder hergeben. Auch wenn ich am Anfang schon ein mulmiges Gefühl hatte als ich die vielen hohen Mauern, Polizei, und Stacheldrahtzäune gesehen habe. Aber jetzt ist es für mich normal und ich habe gelernt damit umzugehen, dass ist halt Mexico. Aber wir deutschen haben ein ganz anderes Bild von Mexico als es tatsächlich ist. Natürlich gibt es hier gewisse Regeln, wie nachts nicht raus gehen oder nicht mit Handy auffällig draußen rumlaufen, aber es ist hier so wunderschön, die Art und der Charakter der Menschen, die Kultur, der Stolz zur Nation sind hier wirklich atemberaubend. Ich werde immer gefragt (wirklich von jedem) ob ich wütend bin oder traurig, wenn ich mal nicht durchgängig ein Lachen im Gesicht habe, aber auch wenn ich glücklich bin habe ich nicht das Bedürfniss den ganzen Tag zu lachen, dass ist für uns Deutsche doch völlig normal.. Aber hier ist das ganz anders, hier sind alle ständig fröhlich, singen und tanzen, und machen sich garkeinen Kopf was andere davon halten könnten. Das finde ich sehr schön.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal auf meinem Blog vorbei schauen könntet. Da steht alles drin was ich hier erlebe und auch viele Fotos sind da zufinden. Auch weiteres über Reise, Ankommen, meine Schule oder anderes ☺ lara-in-mexico.auslandsblog.de/

Viele Grüße!

Lara Kutschenreuter

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