Mexiko – 1. Bericht von Victor

Liebe Rotarier und liebe Freunde,

jetzt befinde ich mich bereits in meiner 6 Woche hier in Mexiko und es fühlt sich an, als wohne ich schon immer hier. Die Zeit verging sehr schnell und ich habe mich in meiner neuen Umgebung sehr gut eingewöhnt.

Die Anreise in meine neue Heimat verlief größtenteils reibungslos. Mein Abenteuer begann am Flughafen Dresden. Ein letztes Mal sah man seine Familie und man wusste ab jetzt wird man auf sich allein gestellt sein. Dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben. Auf der einen Seite eine unglaubliche Freude , auf der anderen eine riesige Anspannung durch die Ungewissheit.

Den Flug nach Frankfurt bestritt noch eine weitere Austauschschülerin, die ebenfalls nach Mexiko flog, mit mir zusammen. In Frankfurt mussten wir unser Gate suchen. Das war schnell getan, was uns zu den ersten rotarischen Austauschschülern dort machte. Doch schon bald trafen weitere Austauschschüler ein, sodass wir insgesamt 50 waren, die zusammen flogen. Durch Unterhalten der Filmschauens verstrichen auch die rund 12 Stunden Flugzeit sehr schnell. Angekommen in Mexiko City bemerkte man sofort, dies ist eine andere Welt! Schon im Anflug waren die Ausmaße der Megametropole gigantisch. Leider konnte ich mir bisher noch kein genaueres Bild von der Stadt machen, denn mein Weg war hier noch nicht zu Ende. Wir mussten weiter nach Guadalajara (der zweitgrößten Stadt Mexikos)

Nach dem Passieren der Einreise und es Zolls wurden wir von Rotariern in Empfang genommen. Sie halfen uns das Terminal zu wechseln, was nur mit einer Bahn geht. Zwischen den beiden Terminals liegt eine Distanz von ungefähr 4 km. Im Terminal 2 war nun alles chaotisch. Das Problem: Wir hatten noch nicht unsere Bordkarten. Zum Glück half uns schließlich ein Mann diese an einem unübersichtlichen Automaten zu holen. Nun konnte man endlich zum Check In und durch die Sicherheitskontrolle, um zum Gate zu gelangen. Es blieben noch 10 weitere Minuten um auf Toilette zu gehen und endlich etwas zu trinken. Von der Ankunft am Flughafen in Mexiko bis zum Erreichen des Gates habe ich insgesamt rund 4 Stunden gebraucht. Demzufolge war ich fix und fertig, als ich das Flugzeug betrat. Die folgenden 1h30 verbrachte ich schlafend. Angekommen holten wir unser Gepäck ab und putzten uns nochmal die Zähne. Jetzt stieg die Anspannung. Zum ersten Mal sahen wir unsere Gastfamilien. Ich wurde von meiner sehr herzlich empfangen. Im Auto wurde mir gesagt, dass wir nicht schon heute die 2h Autofahrt nach Tepic antreten werden, sondern erst morgen. Ich war natürlich einverstanden nach meiner langen Reise. Wir übernachteten im Haus der Tante am Stadtrand. Dort wohnen meine Gastschwester und Cousinen, welche alle drei in Guadalajara studieren.

Am nächsten Morgen frühstückten wir zusammen und ich lernte die Familie meiner Tante kennen. Danach fuhren meine Gasteltern und ich in meine neue Heimat: Tepic. Wir durchquerten noch Tequila, eine Stadt die durch den gleichnamigen Agavenschnaps bekannt und wohlhabend geworden ist. Nun sah ich das erste Mal Tepic. Tepic hat ungefähr 300.000 Einwohner und gilt somit als mexikanische ”Kleinstadt’. Mein neue Heimat, sowie zuhause gefallen mir sehr. Ich besitze ein eigenes hübsches Zimmer, welches extra für mich umgestrichen wurde; von rosa zu weiß. Auch mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich blendend.

In den folgenden Wochen lernte ich viele neue Menschen kennen, viele von denen kann ich heute meine Freunde nennen. Darunter sind auch die 11 weiteren Austauschüler, wovon 6 aus Deutschland sind. Desweiteren sind hier zwei Brasilianerinnen, eine Taiwanesin, ein Franzose und ein Thailänder. Die weiteren Austauschschüler lernten wir in der ersten Orientation in Mazatlan, einer wunderschönen Stadt am Meer, kennen. Mit allen verstehe ich mich sehr gut. Auch die ersten Treffen mit meinem hier ansässigen Rotary Club verliefen sehr positiv; mit meinem sehr netten Counselor habe ich bereits zwei Mal gesprochen.

In meine neue Schulklasse bzw. Schule wurde ich mit sehr viel Interesse aufgenommen. Es fiel mir ziemlich leicht hier den Anschluss zu finden, eine Tatsache die ich natürlich auch der aufgeschlossenen Art der Mexikaner zu verdanken habe.

Ganz großes Highlight neben den anderen in diesem Quartal war natürlich die erste Orientation mit den anderen Austauschschülern! Gestartet sind wir freitags am Nationalfeiertag Mexikos. Die Fahrt hat etwa 4 Stunden gedauert bis wir in Mazatlan, dem Ort des Geschehens ankamen. Mazatlan ist eine wunderschöne Stadt am Meer mit Strandpromenade und vielen Freizeitaktivitäten, von denen wir die Besten genießen konnten. Zunächst stand aber die Orientation mit vielen Informationen an. Danach gingen wir noch alle zusammen essen und der Freitag war auch schon vorbei und der Samstag wartete. Nach der Nacht in einer sehr netten Gastfamilie durften wir in das Aquarium von Mazatlan gehen. Hier wohnten wir einer Fütterung von Haien bei, sahen eine Seelöwenshow, sowie eine Papageienshow. Danach waren wir alle volkommen fertig vom Wetter und waren überglücklich uns nach einer Viertelstunde im Bus im Aquapark wiederzufinden, der mit unzähligen Rutschen und Pools ausgestattet ist. Dort verbrachten wir rund 3 Stunden, bis es am späten Nachmittag an den Strand ging , um den Tag ausklingen zu lassen. Am Sonntag mussten alle wieder nach Hause und wollten dies gar nicht so richtig. SEs wurde sich verabschiedet und schließlich trat man die Heimreise nach Tepic an.

Wie man liest bin ich überglücklich mit meinen bisherigen Austauscherlebnissen und ich könnte mir nicht vorstellen, wie es noch besser hätte laufen können. Deshalb bin ich auch unglaublich dankbar, dass mir das alles ermöglicht wurde. Dieser Dank geht vor allem an meine Familie, die mich bei diesem Gedanken unterstützt, sowie an die vielen Rotarier, die alles daran setzen, dass dieses Jahr für jeden beteiligten Jugendlichen aus der ganzen Welt eines seiner besten in seinem Leben wird. Dass diese Arbeit ehrenamtlich geleistet wird, unterstreicht den Geist von Rotary. Vielen Dank, dass ihr mich unterstützt!

Euer Victor

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