USA – 3. Bericht von Pauline

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Als ich vor zwei Wochen zu meiner dritten Gastfamilie gewechselt bin war ich sehr traurig. Nicht weil ich meine neue Gastfamilie nicht mag,sondern weil das der letzte Gastfamilienwechsel war, das letzte Mal neu eingewöhnen, das letzte Mal Fragen wo das Bad ist, das letzte Mal alles ein- und auspacken. Der Wechsel zur dritten Familie heißt dass zwei Drittel meines Auslandsjahres schon um waren, nur noch ein Drittel kommen wird und ich genau weiß dass auch diese drei Monate viel zu schnell umgehen werden. Jedoch bin ich dankbar für all die Erfahrungen, die ich sammelte und die Menschen, die ich kennenlernte und jetzt Freunde und/oder Familie nenne. Besonders in den letzten vier Monaten ist alles was am Anfang noch spannend und aufregend gewesen ist normal und alltäglich geworden, Cookeville ist jetzt mein zweites zu Hause. Ich werde in der Schule und auf der Straße gegrüßt, verstehe den Southern Slang und esse Fried Chicken mit Sweet Potato und Baked Beans. Gegen Country Musik sträube ich mich immer noch, aber wer weiß was die letzten drei Monate noch bringen. Die sogenannte “Southern Hospitality” hat die Eingewöhnung sehr einfach gemacht und obwohl es natürlich Konflikte mit den verschiedenen Kulturen und Ansichten gibt würde ich mein Auslandsjahr nirgendwo anders verbringen wollen. Seit dem letzten Bericht habe ich viel erlebt: Ich war in North Carolina mit vielen anderen Austauschschülern Ski fahren, bei der Interact Conference in den Great Smokey Mountains, in der Jack Daniels Dystillerie in Lynchburg und auf dem Eastern Trip inklusive Washington D.C., New York und Boston. Jedes Rotary Event war ein Highlight meines Jahres, besonders der East Coast Trip, besonders weil ich so viele tolle Leute aus der ganzen Welt kennenlernen durfte. Hier in Cookeville hat jetzt die Lacrosse Season angefangen, so dass ich mit vier Mal die Woche training plus zwei Spiele die Woche schwer beschäftigt bin. Dazu kommen noch Musicalproben, die auch fast jeden Tag sind, und natürlich Unterricht. Obwohl es stressig ist und ich etwas mehr Schlaf vertragen könnte liebe ich das Lacrosse Team und den Musical Cast und würde mit niemandem tauschen wollen.

Das ich in drei Monaten wieder in Deutschland sein werde kann ich überhaupt nicht begreifen. Zum einen freue ich mich natürlich, meine Familie und meine Freunde wiederzusehen, ein richtiges Brot zu essen und mal wieder Zug zu fahren. Zum anderen könnte dieses Jahr nicht lang genug sein und wenn ich daran denke, alle meine Freunde und Teams, meine Familien und Chick-fil-A, die beste amerikanische Fast-Food-Kette, zurückzulassen, würde ich am liebsten die Zeit zurückdrehen, so dass ich alles nochmal erleben könnte.

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