Kolumbien – 4. Bericht von Charlie-Anne

So nun bin ich 317 Tag hier und es wird langsam Zeit das ich wieder zu meinem gewohnten Umfeld zurückkehre. So sehr ich auch hier bleiben möchte mir fehlt mein zu Hause.

Am Anfang diesen Jahres hatte ich einige Zweifel, die sich dann aber sehr schnell in Luft auf lösten. Ich merkte sehr schnell, so schlimm wie ich anfangs dachte war es gar nicht. Schnell lernte ich neue Freunde kennen und fand mich auch in meiner neuen Schule gut zurecht.

Durch diesen Austausch lernte ich sehr viele neue Orte kennen die ich so, wahrscheinlich hätte nie kennen gelernt.

Zum Beispiel fuhren wir mit meiner Klasse einmal nach Cali und ein anderes mal fuhren wir zusammen nach Chachagui (eine Stadt nahe Pasto). In Cali besuchten wir 2 verschiedene Universitäten und in die 2. Universität verliebte ich mich ein wenig und wer weiß vielleicht werde ich nach Kolumbien zurückkehren und hier studieren….

Doch auch durch die vielen Reisen mit Rotary lernte ich viele, schöne, neue Orte kennen.

Meine 1. Reise mit Rotary führte mich in die Karibik, zuerst ging es zum Parque Tayrona und danach nach Riohacha und zum Schluss nach Cartagena und ich muss wirklich sagen Cartagena ist eine der schönsten Städte die ich je gesehen habe. Aber sich muss sagen, dass ich diese Reise nicht so toll fand. Denn wir schliefen mehr als die Hälfte der Nächte in Hängematten die in Holzgestellen befestigt waren. Diese Gestelle waren aber sehr wackelig und so brachen einige zusammen während wir darauf schliefen. Doch trotz allem hatte diese Reise auch etwas schönes, denn es war unsere erste Reise mit unserem Distrikt 4281.

Bei unserer 2. Reise die wir Anfang April hatten ging es mit knapp 60 Leuten in den Amazonas. Leider regnete es auch dem entsprechend viel, was aber auch zu erwarten war, denn wir waren ja schließlich im Regenwald. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal von mir behaupten kann das ich im Amazonas geschwommen bin oder das ich einmal rosa Delfine aus nächster nähe sehen werde. Doch das war nicht das einzige was wir im Amazonas sehen konnten, auch konnten wir mit Faultieren, kleinen Äffchen, Papageien und sogar Schlangen „kuscheln” und sie auf den Arm nehmen. Ein was blieb uns leider nicht erspart und dies waren die unzähligen Mücken von denen ich regelrecht zerstochen wurde. Diese Reise war schon ein richtiges Abenteuer und ich werde nie die unglaublich schönen Sonnenuntergänge vergessen.

Schon nach 2 Wochen dieser unbeschreiblich schönen und abenteuerlichen Reise ging es auch schon zu unserer 3. und letzten Reise, es ging nach San Andres. Auf dieser Insel verbrachten wir knapp fünf Tage. Diese fünf Tage bestanden abwechselnd aus Strand und oder am Pool liegen. Da die Insel damals von Piraten heimgesucht wurde, besuchten wir auch an einem dieser Tage ein Piraten Versteck, dies war die Höhle von Captain Morgen. Zum Abschluss unseres Austauschjahres ging es dann nach Armenia zu unserem Abschlusstreffen. In Armenia konnten wir dann auch zum ersten Mal die neuen Outbounds kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Doch leider ging dieses Wochenende viel zu schnell vorbei und so kam es wie es kommen musste. Am letzten Tag unserer Armenia Reise hieß es dann Abschied nehmen. Es war ein unglaublich schwerer Moment sich von allen zu verabschieden, da wir so viele schöne Erlebnisse zusammen geteilt hatten. Und ich kann immer noch nicht glauben das, dass das letzte mal war indem wir alle zusammen waren. Doch ich glaube fest daran, dass ich sie alle irgendwann wieder sehen werde.

So um dieses Jahr zusammen zu fassen, es gab einige schöne Momente, doch es gab auch einiges was nicht so schön war. Zum Beispiel meine erste Gastfamilie oder das Erdbeben welches in Pasto wütete. Dieses Erdbeben war so zu sagen der krönende Abschluss auf welchen ich hätte gerne verzichten können. Es fällt mir auch immer noch schwer zurück in mein Haus zu gehen ohne Angst zu haben das es jeden Moment zusammen bricht, doch zum Glück geht es unserem Haus soweit gut, im Gegensatz zu den Häusern von unsren Nachbarn denn diese wurden komplett zerstört.

Zum Schluss möchte ich noch danke sagen, danke an alle die dieses Jahr möglich gemacht haben, Danke an Herrn Frank Deckel, Danke an Frau Barbara Neumann-Trüb, Danke an meinen Heimat Distrikt 1880, Danke an meinen Heimat Club Rotary Annaberg-Buchholz und auch danke an meinen Club hier in Pasto den Club Rotario Pasto die sich dieses Jahr sehr gut um mich gekümmert haben.

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