Kanada – 1. Bericht von Viktoria

Mein erster Flug von Dresden nach Frankfurt verlief komplett problemlos. In Frankfurt selbst musste ich mich dann erstmal zurecht finden. Ich war kurzzeitig etwas verängstigt, da mein Flug auf keiner Tafel stand. Aber mit etwas durchfragen habe ich es dann zu meinem Gate geschafft. Ich bin mit einer Stunde Verspätung in Halifax gelandet. Dort habe ich dann noch mindestens eine Stunde verbracht, da ich noch richtig einreisen musste und die Schlange zum Immigration Centre sehr lang war. Als ich dann meinen Koffer geholt habe stand das Band inzwischen schon und mein Koffer war der letzte darauf. Meine Gastmutter Gaynor und meine Gastschwester Freya haben mich dann nach Hause gefahren. Nun hatte ich noch zwei Wochen zum Eingewöhnen eh die Schule los geht. Einerseits war das eine ganz schön lange zeit wenn man noch keine Freunde hat. Andererseits hatte ich genug zeit mich an mein Umfeld zu gewöhnen, besonders die Sprache.Und in diesen zwei Woche habe ich so viel gemacht als wären es Monate gewesen. Ich war z.B. in Dartmouth; Halifax; Wolfville; Chester; Fall River; in der Bay of Fundy; Blaubeeren pflücken; im Atlantik segeln, fischen und schwimmen; bei einem Pferde Turnier; zu einigen Geburtstagen und Kanufahren um nur ein paar Dinge zu nennen. Außerdem habe ich schon eine gute Freundin in der österreichischen Austauschschülerin Luise gefunden. Unsere Gastmütter sind befreundet, dadurch haben wir zwei schon einiges zusammen gemacht. Unter anderem einen Ausflug nach Halifax und einen nach Dartmouth. Wir sind auch zu einem Willkommensfest für uns Austauschschüler nach Halifax gefahren. Dort haben wir noch Ruben aus den Niederlanden und Flavia aus Italien kennengelernt. Es waren alle sehr herzlich und das hat noch mal motiviert.

Als dann die Schule losging musste ich wieder von null anfangen. Ich kannte niemanden, das Schulsystem ist ein komplett anderes und ich musste mich auf viele Dinge einlassen. Der erste Tag war sehr schwer, weil man in den Pausen einfach allein da stand. Doch von Tag zu Tag wurde alles besser es wurde Alltag. Ich habe Freunde gefunden und das hilft sehr stark. Man hat jemanden im Bus mit dem man reden kann, man kann sich in den Pausen austauschen und das Schönste ist dann wenn man sich außerhalb der Schule trifft, ich habe das Gefühl dann wird es richtig echt und das fühlt sich toll an. Man ist nicht allein. Es ist bloß etwas schwierig mit Kanadiern Freundschaften zu schließen, da jedes Jahr um die 40 Austauschschüler auf meiner Schule sind, sind die Kanadier schon sehr daran gewöhnt und zeigen nicht mehr so viel Interesse. Und deswegen gibt es zurzeit immer nur einen großen Austauschschüler Pulk in den Pausen. Ich habe gehofft auf dem Camping-trip mit meiner Physical Ed Leadership Klasse das Eis zu brechen, doch nun wird das nichts da der Camping-trip und meine Orientation auf das gleiche Wochenende fallen. Trotzdem denke ich habe ich einen guten Mix an Fächern. Drama und Phys Ed Lead sind Kurse bei denen man auch mal mit Leuten in Kontakt kommt und nicht nur im Klassenzimmer sitzt. Mathe habe ich nur genommen um nicht alles zu vergessen und ich denke wenn ich es hier verstehe werde ich es in Deutschland sicher verstehen. Canadian History habe ich genommen, weil ich mich sehr für Geschichte interessiere und ich denke ich werde die Kanadische Geschichte nicht in Deustchland erlernen können, obwohl meine Gastmutter Gaynor (Engländerin) meinte das Kanada eigentlich keine Geschichte hat im vergleich zu Europa oder Deutschland und ich nichts großes erwarten solle. Doch ich bin bis jetzt noch nicht enttäuscht worden. Außerdem finde ich es sehr interessant den Unterschied zwischen Deutschem und Kanadischem Geschichtsunterricht zu sehen.

Außerschulisch habe ich noch nichts festes. Ich werde diese Woche zu meiner ersten Audition für das Musical Oliver gehen und mich einfach mal überraschen lassen.

Meine Rotary Club Treffen finden jeden Montag statt. Ich werde 11:55 an der Schule abgeholt und dann gehe ich mit meinem Club Mittagessen. Gegen 1 bringt mich dann ein Mitglied wieder zurück. Zu den Aktivitäten mit meinem Club kann ich noch nicht viel sagen. Ich denke nicht, dass irgendwelche Ausflüge bevorstehen. Ich weiß nur das ein Ereignis bevorsteht auf das ich mich sehr freue: das “Pumpkin Race of Windsor”. Ich werde meinen Rotary Club in dem Rennen vertreten. Und falls die Frage aufkommen sollte was das überhaupt ist. Das Pumpkin Race von Windsor ist eine Regatta in der man sich in 2 Meter Durchmesser große Kürbisse setzt, diese versucht über den See zu paddeln und am Besten als Erstes durchs Ziel zu kommen. Es können ein bis zwei Personen in einem Kürbis sitzen und jeder Kürbis ist dabei im vorraus unterschiedlich verziert worden. Ich denke das wird eine Erfahrung werde die ich so schnell nicht nochmal machen werde.

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