USA – 2. Bericht von Elias

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Hey ihr Outbounds!

Wenn ihr euch jetzt langsam dazu entschieden habt wo ihr ein Jahr leben wollt und es vielleicht schon fest steht dann kann ich euch hier einen Bericht geben, wie meine bisherige Erfahrung in den USA ist. Erst sage ich etwas zur Schule, weil ehrlich gesagt habe ich allein wegen der Schule gar keine Lust in 8 Monaten wieder zurück zu kommen… Es ist hier ganz anders und meiner Meinung nach viel besser. Ich kann natürlich hier nur von meiner Schule berichten aber es ist nichts Außergewöhnliches in eine Schule wie meine zu kommen. Was zuerst auffällt ist, dass die Schulen hier riesig sind und in meiner 2000 Schüler in der High-School (9. Bis 12. Klasse) und weitere 2000 in der Middle-School sich direkt neben meiner Schule befinden. Ihr könnt euren Stundenplan komplett selber auswählen, könnt Klassen belegen die ihr nie in Deutschland in Schulen finden würdet und müsst nichts unbedingt Schweres wählen wo ihr jeden Tag Hausaufgaben habt. Ich musste von meinem Club amerikanische Geschichte und Literatur belegen, der Rest war aber komplett mir überlassen und somit habe ich Klassen wie zum Beispiel Fotografie, Band, Videoproduktionen und vieles mehr gewählt. Auch nach der Schule könnt ihr vielen Clubs beitreten wie zum Beispiel einem Sport oder ich war über die ersten 3 Monate in der marching Band meiner Schule und ich muss sagen, dass das die beste Erfahrung bis jetzt war da sowas sehr typisch für hier ist. Ich würde euch einfach schon allein empfehlen einen Club beizutreten, weil man dadurch sehr schnell und auch ganz viele Freunde findet und somit hatte ich einen Tag nachdem ich hier angekommen war schon ca. 10 Freunde. Auch werdet ihr zu 95 Prozent einen Laptop oder iPad in der Schule bekommen und zum Beispiel mein Unterricht läuft zu über 70 Prozent am Laptop ab egal ob man Notizen schreibt, Arbeiten schreibt oder Vokabeln lernt. Auch bekommt man so Hausaufgaben übergeben. Es ist einfach nur toll wie modern Schulen hier sind und wie sie Wert auf Technik legen. Mein zweiter Punkt ist Geld. Wenn ihr hier her kommt, gebt kein Geld vor eurer Abreise aus für Anziehsachen oder Elektronik und kommt mit wenig Sachen! Es ist hier alles günstiger und ich habe hier als ich mir einen Laptop geholt habe sehr viel gespart. Aber ihr braucht auch Geld für Reisen und davon viel. Ich könnte mit meiner Schule auf die Bahamas oder nach Seattle fahren aber dafür hatte ich kein Geld, weil diese Trips schnell über $1200 kosten. Ich habe einen 3 Tage New York City Trip mit Rotary gehabt der einfach nur Wahnsinn war und am Ende des Austauschjahres habe ich einen 31 Tage Bus Trip mit 40 Rotary Austauschschülern durch die ganze USA. Also behaltet das auf jedem Fall in den Augen, weil ihr diese Trips nicht verpassen wollt und wünscht euch von eurer Familie wenn sie euch fragen Geld, dass ihr die Möglichkeit habt das zu machen. Essen ist auch ein Thema welches sich bei mir geändert hat aber nicht so sehr wie ich es mir vorgestellt hatte bevor ich hier in die Staaten kam. Es ist offensichtlich, dass hier mehr Fast Food gegessen wird und auch oft ungesünder aber ich hatte bis jetzt mit meinen zwei Gastfamilien glück da beide sich mehr oder weniger gesund ernähren und es auch oft beim Abendessen ein Salat gibt. Ich habe auch von anderen Austauschschülern in meinem Distrikt hier in den USA gehört, dass zum größten Teil ungesund und fettig gegessen wird aber dafür schmeckt alles auch sehr gut. Auch was viele nicht wissen ist, dass Schulen immer mehr auf gesund setzen und zum Beispiel in meiner Schule es eine große Salatbar zum Mittag gibt und es ist nicht das typische Essen was man in Filmen sieht. Aber klar ihr müsst euch darauf einstellen, dass es euch auch nicht so wie mir erwischen kann. Ihr werdet aber viele Sportmöglichkeiten in der Schule haben wo ihr euch fit halten könnt wenn ihr das wollt. Auch mit meinen Gastfamilien habe ich es hier sehr gut erwischt und mit meiner zweiten wo ich jetzt gerade bin werde ich morgen (Dezember, 27) nach Florida für eine Woche über Silvester fahren, weil meine Gasteltern dort ein Strandhaus haben und ich war auch bei einem College Football spiel was man hier einfach erlebt haben muss. Abschließend möchte ich euch sagen, dass wenn ihr ein Jahr mal die Erfahrung mit einer anderen Kultur und einem völlig anderen Schulsystem haben wollt, ihr hier die USA kommen könnt. Ich habe nie meine Entscheidung hier her zu kommen bereut und würde es jedem empfehlen! Und es ist klar, dass ihr auch mit einem flüssigen Englisch zurück kommen werdet.

Elias Kessner, Pennsylvania, USA am 26. Dezember 2018

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