Mexiko – 3. Bericht von Johanna

Ich bin jetzt schon 8 Monate in Monterrey und ich habe sehr viele interessante Dinge gesehen und erlebt. Ich bin zurzeit sehr glücklich, weil ich gute Freunde gefunden habe, sehr viel unternehme und mir aufgefallen ist, wie wenig Zeit mir noch bleibt bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland und ich versuche noch jeden Moment zu genießen.

Die letzte Zeit war sehr aufregend.

Meine Gastschwester hatte einen Autounfall, ihr ging es gut, dem Auto nicht. Also hatten wir nur noch ein Auto, aber meine alleinstehende Gastmutter hat trotzdem alles dafür getan, dass ich eine gute Zeit habe. Dann war mein Geburtstag, den ich sowohl mit meinen Freunden aus den verschiedenen Ländern, als auch mit meinen mexikanischen Freunden verbracht habe. Ein sehr herzliches Erlebnis hatte ich in meiner Kunstklasse, meine Kunstlehrerin hat mir Süßigkeiten geschenkt und alle haben für mich gesungen und wir haben Fotos gemacht. Gestern bin ich von meiner zweiten Reise zurückgekehrt und ich habe ein komplett unterschiedliches Mexiko kennengelernt, als ich es alltäglich in Monterrey sehe.

Weite Grasflächen und Felder, dichte Wälder und unzählige Tiere, die am Straßenrand grasen. Wir haben die Huasteca Potosina besucht. Ich bin begeistert von der Natur dort. Ich hab in einer Cenote gebadet und bin unter einen Wasserfall geschwommen.

Auf dieser Reise haben wir auch unendlich viel getanzt: traditionelle Tänze, Tänze der Ureinwohner (vorallem Maya) und auch unterschiedliche Sachen aus unseren Ländern. Das Essen war jedoch weniger gut. Am Ende der Reise musste die Hälfte unseres Distrikts sich übergeben oder es ging ihnen wirklich sehr schlecht, da sie etwas Falsches gegessen haben. Mir ging es sehr gut. Hier sagt man, wenn man keine Probleme mit dem Magen hat, dass man Carne del Perro hat. Das bedeutet, dass man alles essen kann und trotzdem überlebt, wie ein Straßenhund.

Das Wochenende vor der Reise ist meine Familie mit mir nach Montemorelos gefahren, eine kleine Stadt ungefähr eine Stunde von Monterrey entfernt, dort gibt es eine Menge Orangenbäume. Ich habe an diesem Tag sehr viele Orangen geplückt und das hat mich. wirklich sehr gefreut. Später waren wir in einer kleinen Gaststätte um Ziege zu essen. Es hat im Großen und Ganzen gut geschmeckt, jedoch wurden die Ziegen frisch hinter dem Haus geschlachtet und wir haben alles mitbekommen. Das war nicht gerade appetitanregend.

Dennoch gehören diese Erfahrungen wohl auch zum Leben dazu.

Ich sehe nun mit einem Lächeln dem Rest meines Austausches entgegen. Morgen wechsle ich meine Familie, ich kannte die Familie schon vorher und ich verstehe mich wirklich sehr gut mit ihnen. Ich denke, ich werde eine sehr gute Zeit in ihrem Haus verbringen.

Worauf ich mich auch freue, ist die Distriktkonferenz und Prom von meiner Schule. In der Osterwoche werden wir auch einige Dinge mit den Gastfamilien unternehmen.

Danke an alle in Deutschland, die mir meinen Austausch in Mexiko ermöglicht haben, ich erlebe einzigartige Momente und lerne ein Land, seine Kultur und Menschen auf eine besondere Weise kennen unf lieben.

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