Mexiko – 4. Bericht von Johannes

Dieses Jahr ist nun fast vorbei und mir fehlt gerade mal ein knapper Monat. Ich finde es schade dass gute Zeit so schnell vorbei fliegt, und möchte eigentlich am liebsten 300 Tage in der Zeit zurück gehen um alles noch einmal zu erleben. Vom Hinflug mit vielen Problem bis zur Ruta Maya die einfach unglaublich schön war. Weiter zu jeder Mexikanischen Party, zu jedem Besuch von anderen Städten, und auch zu jedem Essen sei es im Resteraunt oder homemade. Nicht jeder Tag war mit Zucker überstreut aber das brauchte ich auch gar nicht.

Wenn ich einfach über dieses Jahr nachdenke, kommen zuerst alle schönen Erinnerungen hoch die ich noch in 20 Jahren mit diesem Jahr verbinden kann. Nicht jeder Tag war besonders da es nach einiger Zeit in den einzelnen Familien eine gewisse „Normalität“ gab, wenn man das überhaupt so nennen kann. Ich habe nun drei wahre Familien in dieser Welt wo ich mich jederzeit sehr wohl fühlen kann.

Ich hatte zum Glück nie wirklich Heimweh, dadurch wurden viele Sachen einfacher für mein Umfeld und für mich, da ich alles machen wollte und konnte. Wenn ich könnte würde ich auf jeden Fall noch länger hier in Mexiko bleiben und einfach noch dieses wunderschöne Land weiter genießen. Ich hab nämlich noch lange nicht alles gesehen ich muss zum Beispiel noch in den Norden da ich nur mit der Ruta Maya im Süden war. Meine Schule hier war sehr entspannt und wir sechs Austauschschüler mussten keine Prüfungen mit schreiben, wodurch wir in den Nachmittagen mehr zeit für Freunde oder andere Freizeit Aktivitäten hatten.

In der letzten Woche hatten wir die Distrikt Konferenz. Und da im Juni fast alle nach Hause fliegen hieß diese auch von allen knapp 100 Austauschschülern Abschied nehmen. Dieser Abschied viel mir eindeutig schwerer als der von meiner Familie in Deutschland, da ich nicht weiß, wann ich diese neuen Freunde wieder sehen werde was mich traurig macht. Und daher flossen auch einige Tränen.

Ich habe viele Erfahrungen machen dürfen, zum Beispiel wie verschiedene Länder und Kulturen komplett verschieden auf gleiche Situationen reagieren. Auch ich habe mich sehr verändert und habe von den verschiedenen Ländern und Kulturen auch gelernt, sodass ich mich nun auch ein bisschen anders verhalten würde wenn ich doch nochmal diese 300 Tage erleben dürfte. Sei es auch nur meine Vorstellung in der Schulklasse wo ich noch ein bisschen schüchtern war. Ich reagiere jetzt einfach ganz anders auf andere Personen die ich vorher noch nicht kannte ich würde sogar sagen, dass ich nun nach diesem Jahr einfach Selbstbewusster bin.

Ich würde jedem Jugendlichen auch ein solches Auslandsjahr empfehlen, da dieses einfach die beste Erfahrung des Lebens sein kann.

Daher möchte ich Rotary vom ganzen Herzen danken, dass ihr mir diese wunderbare Erfahrung erst möglich gemacht habt.

Ich werde noch die letzten Tage in Mexiko genießen.

Schöne Grüße aus Xalapa

Johannes

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