USA – 2. Bericht von Lennard

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Rotary untertreibt nicht, wenn sie den Outbounds sagen, dass das das beste Jahr ihres Lebens werden wird. Die Leute hier sind sehr freundlich und es gibt so vieles zu tun, was es zu Hause so einfach häufig nicht gibt. Ich habe am Schulmusical teilgenommen, was ich jedem empfehlen würde, der die Option hat. Man trifft so viele Mitschüler und lernt sie besser kennen. Für eine längere Zeit bin ich dem Schul-Schwimmteam beigetreten. Im Nachhinein hat mir das persönlich nicht so gefallen. Es hat auch einfach sehr viel Zeit in Anspruch genommen, die ich dann am Nachmittag für nichts anderes nutzen konnte. 

Ich habe hier zum ersten Mal Thanksgiving gefeiert. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Feiertage, die ich zu Hause so nicht kenne ablaufen, aber auch jene, wie Weihnachten, die ich schon kenne. Das was mir in der Weihnachtszeit von zu Hause am meisten gefehlt hat, waren die Weihnachtsmärkte. Meine Gastfamilie hat mich daher zu einem deutschen Weihnachtsmarkt in Milwaukee mitgenommen. Er war sehr klein und die Dinge auf die ich mich am meisten gefreut habe gab es nicht, aber das Erlebnis war dennoch sehr toll. An zwei Ständen haben sogar Deutsche gearbeitet. Einer von ihnen hat mir die Käsespätzle gratis gegeben, damit ich „Ein Bisschen was von zu Hause bekomme“ nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich als Austauschschüler hier bin. Der Andere hatte einen Stand mit selbst geblasenen Glas-Christbaumkugeln. Das lustige hierbei ist, dass er im Vogtland wohnt und in Plauen, meiner Heimatstadt arbeitet. Gerade zur Weihnachtszeit ist es schön, meinen Freunden und meiner Gastfamilie hier deutsche Traditionen näher zu bringen. Gerade hier interessieren sich die Leute sehr dafür, da Wisconsin sehr deutsch ist.

Inzwischen habe ich mich schon sehr gut an Englisch angepasst; so gut, dass es sich seltsam anfühlt Deutsch zu sprechen. Wenn ich mit meinen Eltern, oder Freunden telefoniere, muss ich mich immer selbst davon abhalten, englisch zu reden.

Inzwischen bin ich bei meiner neuen Gastfamilie angekommen. Es war eine sehr gute Idee, sie schon im Vorhinein etwas kennenzulernen, was für mich einfach war, da ich meine neue Gastmutter auf jedem Rotary Lunch sehe. Ihr Haus ist um einiges größer als mein erstes. Außerdem haben sie auch zwei Katzen, was mich sehr freut. 

Das wichtigste für die neuen Outbounds ist, dass man schnell Freunde finden sollte. Die Mitschüler sind sehr offen zu Austauschschülern. Daher sind das einzige was zählt, der eigene Wille, Offenheit für Neues, das gilt sowohl für Schulveranstaltungen, als auch für Familienereignisse, und das Sprachverständnis. Auch Humor kommt sehr gut an, was ein Glück für mich war, da mein Humor hier super hinein passt. 

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