USA – 2. Bericht von Lilly

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Mit meiner zweiten Gastfamilie fuhr ich nach Seattle um deren Familie dort zu besuchen. Der Bruder meiner Gastmutter Paul ist einer der freundlichsten Menschen die ich je getroffen hab. Seine Tochter Julia ist 22 und studiert in Portland, ich verstand mich mit ihr auf anhieb und sie erzählte mir sehr viel über das studieren und was es bedeutet ein Leben weit weg von zuhause zu führen. Wir besuchten ein Bauernmarkt in ihren Viertel und probierten verschiedene Suppen und Kuchen. Es war köstlich. Am Abend gingen wir zu Freunden meiner Gasteltern. Der Besitzer des Hauses war ein wirklich netter älterer Herr, welcher die Angewohnheit hat Sachen aus aller Welt zu sammeln und nach hause zu bringen. Was ich sehr interessant fand war der Fakt das er japanisch sprach und einige Jahre in Tokyo gelebt hatte. Am nächsten Tag führen mich Paul und seine Familie über den Campus der Universität von Washington, welche nur eine Meile entfernt von ihrem haus lag. Es war so spannend alle Geschichten über die Gebäude zu hören, aber auch fragen stellen zu können. Kurz vor den Weihnachtsferien wurde es bei mir etwas stressig. Ich habe nämlich in den Chor meiner Schule gewechselt, da ich in meiner Schule in Deutschland und ich wollte sehen was es sich hier in den Staaten damit auf sich hat. Und es war eine großartige Idee, welche ich immer noch nicht bereue getan zu haben. Wie dem auch sei stand das Winterkonzert vor der Tür und ich war sehr aufgeregt, weil ich Angst hatte es könnte was schief gehen. Meine zweiten Gasteltern waren gekommen und viele Leute die mir wichtig waren, wie meine Freundinnen Anne und Bryn. Es gab den ersten Schnee und dazu die so genannten Schneetag, welche bedeuteten nicht in die Schule gehen zu müssen. Eine andere Veranstaltung die ich besuchte während der Weihnachtszeit, war unsere Rotary-Weihnachtsdinner. Es war sehr schön so viele leckere Sachen zu Essen aber auch alle Rotarien zu sehen und mit ihnen reden zu können. Denn meistens kann ich zwar mit ihnen reden jedoch nicht mit allen und auch nicht so ausführlich. Dann hatte ich noch einen weiteren Auftritt in der historischen Kirche in meinem Ort, wo bei ich mit meinen Freunden Francis und Briana, welche auch mit Rotary in Belgien letztes Jahr war, gesungen habe.Ich habe auf deutsch gesungen, Francis auf spanisch und Briana in ASL (American Sign Language). Danach fuhren wir zu Burger King und Akins (ein Supermarkt in meiner Gegend). Ich muss ehrlich sein manchmal kann es auch langweilig werden nur mit älteren Leuten zu reden, aber genau deshalb liebe ich die Zeit mit meinen Freunden noch mehr und habe sie schätzen gelernt. Als dann die Ferien begannen schmückte ich mit meinen Gasteltern den Weihnachtsbaum und da meine Gastmutter extra Kugel gekauft hatte, gab es auch viel zu dekorieren. Wir hingen Socken auf, welche vom Santa Claus gefüllt werden sollen. An Weihnachten, welcher in den USA am 25.12. gefeiert wird, gingen wir in die Kirche meiner Gastmutter. Denn mein Gastvater geht zu einer anderen Küche, doch sie einigten sich auf ihre. Es war nichts neues für mich, da meine Tante und ihre gesamte Familie kürzlich ist. Doch es fiel mir etwas schwer dem Father zu folgen da er Mexikaner ist und alt noch dazu, dennoch war es eine gelungene Messe. Doch mein Highlight war meine erste Gastfamilie in der Küche zu treffen und meinen Gastbruder zu umarmen. Er ist mir sehr wichtig, weil er mich sehr an meine Brüder in Deutschland erinnert und wie sehr ich sie vermisse, aber noch mehr liebe. Daraufhin fuhren wir nach hause und aßen Abendessen. Sehr traditionell, denn es gab Ham mit Kartoffelbrei und Suppe. Mein Weihnachtsgeschenk war ein Trip nach San Francisco, was mich überglücklich machte. Am 26. trafen ganz viele Familienmitglieder meiner Gastmutter ein und wir feierten eine Party. Es war ein wildes Getümmel im ganzen Haus und ich war froh als es auch wieder vorbei war. Am Tag danach übernachtete ich bei meiner Freundin Anne und wir besuchten das Kino im Nachbarort Ehphrata. Ihre ältere Schwester suchte einen Film raus, daher hatte ich noch nie von diesem Film gehört. Dennoch fand ich diesen animierten Film sehr lustig, Aber auch den Fakt das ich mehr und mehr verstand was gemeint war wenn jemand sagte he’s trippin oder dope! Was ich immer noch merkwürdig finde das man flüssige Butter über sein Popcorn gießen kann. Meine Freundin Anne zeigte mir einen Trick wie es auch nach unten zum erst des Popcorns kommt. Man nimmt einen Stohhalm und lässt die Butter dadurch runter laufen. Aber nun zu meinen Outbounds! Ich weiß das ihr unglaublich Angst habt das zu ruinieren durch irgend einen kleinen Fehler, aber weißt ihr das sind alles nur Menschen die auch mal jung waren, daher versucht es zu genießen. Ich weiß das ist einfacher gesagt als getan, aber ich hab es geschafft also könnt ihr das auch. Ein anderer Teil von diesem Austausch ist das ich nie gedacht hätte jemals zu sagen nehmt nicht alles zu ernst, denn ich hab den Fehler oftmals gemacht Leute zu ernst genommen zu haben die nur eine Witz gemacht haben und dann war ich die Spaßverderberin, ich meine ich habe es zeitig genug mitbekommen und mich angepasst, aber falls ihr nicht so viel Glück habt wollte ich es zu mindest mal angesprochen haben. Setzt euch Ziele , weil wenn ihr keinen Plan habt was euch wichtig ist oder was ihr in diesem Jahr lernen wollt, dann verschwendet ihr nur eure Zeit. Eins meiner Ziele war Nein sagen zu lernen, da ich nicht unhöflich seien wollte, aber manchmal ist es wichtiger sich mit Freunden zu treffen als anders. Aber auch manchmal etwas Zeit für sich zu haben um alles was gerade um euch herum passiert zu verarbeiten. Das heißt natürlich nicht das ihr euch in eurem Zimmer verkriechen sollt, aber denkt zu mindest daran was euch wichtig ist und was ihr erreichen wollt. Meine Abschließende Hilfestellung ist das ihr lernt euch in andere menschen hinein zu versetzen , weil nicht alle den selben Lebensstandardwie ihr haben oder die selbe Meinung, aber wenn ihr euch in sie hinein versetzt seht ihr warum sie so denken und leben wie sie es machen. Das hilf mir sehr mit Leuten zu reden und zu akzeptieren, da ich gerade in einer sehr konservativen Gegend lebe, aber selbst eher freigebig denke. Und glaubt mir es kann auch ganz spannend sein mal nicht nur Leute mir der selben Meinung zu treffen.

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