Australien – 3. Bericht von Barbora

Das letzte mal als ich mich gemeldet habe, war es Weihnachten und eine komplett andere Krise.

Von den Bränden, zu Stürmen, zu Fluten und jetzt der Coronavirus. Aber sonst ist mein Austauschjahr komplett perfekt.

Das letzte wovon ich euch berichtet habe war Weihnachten. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich sehr viel mit Freunden und meiner Familie erlebt. Auf meiner Wunschliste, was ich  Silvester erleben wollte, habe ich geschrieben, dass ich gerne die Feuerwerke in Sydney sehen möchte, welche die größten in der Welt sind. Also hat mich meine 3. Gastfamilie eingeladen mit Ihnen diese anzusehen. Sie haben extra spezielle VIP Tickets gekauft, sodass wir die perfekte Aussicht auf die Harbour Bridge und das Opern Haus hatten. Wir nahmen uns ein kleines Picknick mit und warteten bis Mitternacht um in das neue Jahrzehnt zu starten. Um 4 Uhr morgens waren wir dann zu Hause, aber es hat sich total gelohnt.

Von da an hatte ich noch vier Wochen Ferien und leider auch nur noch 4 Wochen mit meiner zweiten Gastfamilie. Da nur meine Gasteltern und ich im Haus lebten, kochte ich für uns jeden Abend, wenn sie gestresst von der Arbeit kamen. Ich habe diese Zeit sehr genossen, da ich meine Kreativität nutzen und alle Gerichte zaubern konnte, welche ich von zu Hause vermisst habe. 

Ich fing zudem mit Karate an. Meine 3. Gastfamilie macht dies als Hobby und um ein Teil der Familie zu werden, habe ich eingewilligt es auch auszuprobieren. Bis jetzt habe ich noch nicht wieder damit aufgehört. 

Mit meiner ersten Gastfamilie war ich in diesen Ferien im Urlaub an der Central Coast. Ich kann definitiv sagen, dass das bis jetzt ein Highlight meines Austauschjahres war.

An dem Tag als ich die Familien wechseln musste, war ich immer sehr traurig. Ich wusste, dass meine 3. Gastfamilie einfach nur fantastisch ist, da wir sehr viel Zeit zusammen verbracht haben schon bevor ich bei ihnen wohnte. Dennoch war es sehr schwer für mich meine 2. Familie zu verlassen. Ich war ein Teil der Familie und sie haben sich sehr gut um mich gekümmert. 

Mit dem Wechsel hieß es auch für mich, dass die Hälfte meines Austauschjahres vorbei ist.

Seit dem rennt die Zeit für mich irgendwie viel zu schnell.

Die Schule begann wieder. Einerseits hat es wieder Routine in mein Leben gebracht, anderseits kam der ganze Stress mit Hausaufgaben und so weiter wieder. Meine Lehrer haben zwar gesagt, dass ich die Hausaufgaben und die Tests nicht machen muss, dennoch schreibe ich sie fleißig mit um mein Englisch zu verbessern.

Ich persönlich finde, dass die Schule im zweiten Halbjahr viel einfacher ist als im ersten. Man kennt einfach seine Freunde mit denen man abhängen will und wie die Schule so tickt. Man kennt sich nun gut aus – dies ist der Grund warum die Zeit so schnell vergeht.

Meine 3. Gastfamilie besteht aus meinen Gasteltern und zwei Gastschwestern – eine ist 12 Jahre alt und die andere 16. Sie hat ein Austauschjahr in Frankreich absolviert. Ich finde es sehr schön mit jemandem im gleichen Alter und ähnlichen Erfahrungen im Haus zu leben. Wir sind wie Schwestern geworden. Allgemein ist es in dieser Familie einfach wunderbar, weil sie mich auch als ein Teil ihrer Familie sehen. Sie haben mich schon zu drei Konzerten mitgenommen, QUEEN, Abba und Cold Chisels. 

Durch den Coronavirus wurden nun sehr viele Events abgesagt. Es ist sehr traurig, weil es so coole Sachen geplant waren. Der Kalender auf meinem Handy liegt direkt neben mir und der März ist nun komplett leer. Schule haben wir dennoch. 

Zurzeit ist es für mich auch viel sicherer hier in Australien zu bleiben, weil wir hier kaum Covid-19 Fälle haben. Dadurch das Australien eine sehr kleine Population hat (24,6 Mil.) aber dafür eine Fläche fast so groß wie Europa, verbreitet sich der böse Virus nicht so schnell.

Ob unsere Tour durch Australien abgesagt wird, wissen wir noch nicht. Bis jetzt heißt es nur, dass sie verschoben wird. Hoffentlich bleibt es auch dabei, denn es wäre wirklich sehr schade darum. Fünf Austauschschüler aus unserem Distrikt fliegen schon wieder nach Hause, was ich sehr schade finde. Ab dem 27. März sind alle Flüge gestrichen und man kann wahrscheinlich bis Sommer nirgendwo hinfliegen.

Ich kann Rotary echt nicht genug dafür danken, wie gut sie sich um uns Austauschschüler kümmern. Ohne Rotary wären wir heute nicht wo wir sind und auch wenn jetzt solche Krisenzeiten kommen, ist Rotary immer für uns da. Danke!

Mit herzlichen Grüßen 

Barbora

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