Canada – 1. Bericht von Charlotte Rausch

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So nun ist es endlich soweit! Ich bin in Kanada angekommen. Erstmal war das ja nicht so vorgesehen, da ich eigentlich fuer die USA eingeschrieben war, aber dank eines laenderuebergreifenden Distriktes bin ich nun hier in Kanada! Ich war ungefaehr 17 Stunden unterwegs, um von meinem Heimatort Goerlitz nach Detroit zu fliegen und habe dabei die verschiedensten Flughaefen passiert. Der erste war Dresden, an dem ich mich dann auch von meiner Familie verabschieden musste, was mir, um ehrlich zu sein, nicht ganz so leicht gefallen ist, aber es dann, als ich in Frankfurt auf die ganzen anderen Austauschschueler getroffen bin, schnell vergessen habe.

Im Flugzeug habe ich neben einem total netten Maedchen gesessen, mit dem ich nun regelmaessigen E-mail Kontakt habe, da sie auch nur ungefaehr 100km weg wohnt. Sie ist dann auch weiiter von Chicago mit nach Detroit geflogen. Und dann kam der grosse Moment, als wir in die Flughalle kamen, ich stand endlich einem Teil meiner Gastfamilie gegenueber, um genauer zu sein, meiner Gastmutter und ihrer Schwiegertochter. Dann hatten wir noch eine circa zweistuendige Fahrt, weil uns das Navigationssystem ein bisschen in die Irre gejagt hat, aber so hatte ich noch viel Zeit die ganzen Eindruecke in mich aufzusaugen 🙂

Hier ist ja eigentlich nichts moeglich ohne ein riesiges Auto, meilenlange Strassen, an denen mal ein vereinzeltes Haus steht und Fastfoodrestaurants!!! Und diese sind ja in Massen vertreten, das glaubt man ja fast gar nicht. Wir haben dann auch zum Abendbrot erstmal bei Wendy’s angehalten und wie sollte sanders sein, ein Fastfoodrestaurant und wie es hier so ueblich ist, sind wir nur mal schnell durch den Drivethrough gefahren.

Als wir dann endlich angekommen sind, war ich erstmal von der Groesse des Hauses und des Grundstueckes uberwaeltigt! Als wir dann ins Haus kamen, wartete der groesste Teil der Familie im Wohnzimmer vor dem Fernseher! Da waren mein Gastvater und zwei meiner drei Gastbrueder, den anderen habe ich dann ein paar Tage spaeter kennengelernt. Wir haben noch einen gemuetlichen Abend verbracht und uns ein bisschen unterhalten, was mit meinen Schulenglischkenntnissen ja moeglich ist!

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich dann noch 2 Wochen Sommerferien, was mir schon gut beim Eingewoehnen geholfen hat! In der Zeit haben wir dann auch meine Schuluniform besorgt, denn ich muss eine tragen. Ich finde das aber ganz in Ordnung, denn der erste Dressdown Day, an dem wir unsere normale Kleidung tragen durften, hat mir gezeigt, dass du dich mit einer Uniform eher als Teil dieser Gruppe fuehlst! Apropos Schule… Man hat hier zwar nur vier Faecher ein ganzes Semster lang, aber ich haette nie vermutet, dass man so viel zu tun haben koennte! Ich habe in meinem ersten Semester Englisch, Chemie, Hospitality und Religion. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Wahl, obwohl ich von einem grade 12 Chemiekurs in einen grade 11 Chemiekurs gewechselt bin, was fuer mich die bessere Wahl ist! Dadurch konnte ich auch meinen Religionskurs wechseln, in dem ich mich nicht so willkommen gefuehlt habe und bin nun in einem, in dem sie sehr sehr nett alle zu mir sind! Ich musste bereits in der kurzen Schulzeit zwei Assignments in diesem Fach abgeben und habe schon die ersten Tests geschrieben, die so einigermassen waren.

Meine ersten Roatry-Meetings habe ich bereits auch schon absolviert und mir hat es sehr gut gefallen, denn ich wurde sehr herzlich aufgenommen! Die Treffen finden einmal woechentlich am Dienstagmorgen statt, sodass ich eine halbe Stunde Schule verpasse, aber das ist mit den Lehrern geregelt! In meinem Club ist noch ein weiterer Austauschschueler, Wesley aus Taiwan. Er ist sehr still, aber scheint wirklich nett zu sein, wie ich auf der Inbound-Orientation mitbekommen habe. Diese hat vor 2 Wochen in den USA stattgefunden und meine Gastmutter hat mich dann dorthin gebracht. Ich konnte dort ein sehr lustiges Wochenende mit den anderen Austauschschuelern verbringen, die alle wirklich nett sind und von ueberall her aus der Welt kommen. Wir hatten wirklich sehr viel Spass!

Mein Counsellor war auch so nett, mich und einen anderen Austauschschueler, von dem anderem Rotary Club in der Stadt, zu einem Football Game mit nach Detroit zu nehmen. Es war wirklich sehr beeindruckend, obwohl mir noch nicht alle Regeln ganz einleuchtend sind…

Ausserdem ist mein Gastbruder in einem Ice-Hockey Travellor Team, wodurch ich dir Chance hatte nach Buffalo, NY, zu fahren und auf dem Weg die Niagarafaelle zu sehen, die wirklich sehr beeindruckend waren, obwohl sie in meiner Vorstellung weitaus riesiger waren :). Ich bin meiner Gastfamilie sehr dankebar, dass sie mit mir diesen Trip unternommen haben.

So, ich denke, ich werde das hier jetzte erstmal schliessen. Ich melde mich wieder, Charlotte Rausch

by Charlotte Rausch

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