Ecuador – Bericht von Karen

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Sehr geehrte Rotarier, Rotarierinnen

Nun habe ich es doch endlich mal geschafft mich hinzusetzen und Ihnen einen weiteren Bericht meines Lebens hier in Ecuador zu senden. Es tut mir sehr leid, daß Sie so lange nichts von mir gehört haben!

Mein Austauschjahr wendet sich nun spürbar dem Ende zu. Nur noch zweieinhalb Monate hier! Das macht mich manchmal schon sehr traurig, da ich mich hier nun sooo wohlfühle und ich weiß, daß ich Ecuador sehr vermissen werde.
Seit meinem letzten Bericht ist schon so einiges passiert: ich bin viel gereist, habe die Gastfamilie gewechselt und ich habe mich –so glaube ich- auch etwas verändert.

Zunächst einmal möchte ich Ihnen von meiner neuen Gastfamilie eräzhlen, in der ich mich sehr, wirklich sehr wohlfühle und die mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Ich lebe nun ein bißchen zentraler als vorher, in der Nähe vom Zentrum und dem Tennisclub der gegenüber von meinem Haus ist und in dem wir Austauschschüler Mitglieder sind. Mein neues Zuhause ist sehr gemütlich eingerichtet und ich fühle mich sehr „at home“, auch wenn meine Füße beim Schlafen aus dem Bett rausgucken und ich, wenn ich mich umdrehe, aus dem Bett falle. (Haha) Mit meiner Gastmama verstehe ich mich großartig, ich kann mit ihr über alles reden und sie interessiert sich sehr für mich. Mein Gastvater ist auch sehr nett und lustig. Mit ihm kann man über Gott und die Welt diskutieren. Meine Gasteltern haben drei Kinder von denen die jüngste gerade im Rotary-Austausch in Belgien ist. Außerdem habe ich noch zwei große Geschwister: einen Bruder (28), der in Quito wohnt und arbeitet, aber an den Wochenenden nach Ibarra kommt. Und eine große Gastschwester, die über dreißig und schon verheiratet ist und zwei Kinder hat. Auch sie kommt oft an den Wochenenden nach Ibarra. Besonders mit meinem Gastbruder und seinen Freunden verstehe ich mich klasse. Er ist noch sehr jung geblieben und deswegen gibt es keine Generationsprobleme. Wenn er kommt, macht es mir Spaß, mit ihm wegzugehen. Einmal habe ich ihn auch schon in Quito besucht. An meiner Gastfamilie gibt es wirklich nichts auszusetzen!

Weihnachten habe ich sehr schön mit meiner ersten Gastfamilie in Quito verbracht. Es war ein sehr, gemütliches Fest. Es gab zum Essen Truthahn und um 12 Uhr wurden die Geschenke geöffnet. Ich habe deutsche Weihnachtslieder auf der Geige gespielt, was allen meinen Tanten, Onkels, meiner Oma und der Gastfamilie sehr gefallen hat. Natürlich habe ich meine eigene familia an weihnachten vermißt und auch meine Gastfamilie hat ihren Sohn vermißt. Besonders meine Mama, die am Ende geweint hat, so daß ich sie trösten mußte. Die Ferientage haben wir dann am Strand mit dem Bruder meines Gastvaters und seiner Familie verbracht. Es war ein sehr schönes Urlaubserlebnis, auch wenn ich mich sehr stark von der Sonne verbrennen ließ. Ich liebe den Pazifischen Ozean und seine sehr starken Wellen. Besonders mit meinen beiden Cousins habe ich mich gut verstanden, die sehr lebendige Jungs sind. Silvester sind wir alle nach Ambato gefahren und haben die Eltern meines Gastvaters besucht. In Ambato ist die Silvesterfeier besonders schön, denn die Leute verkleiden sich. Es werden große Pappmachépuppen gebastelt, die um 12 Uhr nachts verbrannt werden und es gibt ein kleines Feuerwerk in der Stadt. In den Tagen dort habe ich auch Bungee Jumping machen können, was ein tolles Erlebnis war und ich konnte den Vulkan Tungurahua sehen, der gerade zu der Zeit aktiv geworden ist. Das war schon sehr beeindruckend. Die Strasse auf der wir zum Tungurahua gefahren sind, existiert schon gar nicht mehr.

Anfang Merz ging es dann auf die dritte Rotaryreise, diesmal in den Dschungel, ins Amzonasgebiet im nordosten von ecuador. Von Quito aus sind wir in einer Gruppe von 16 Austauschülern mit dem Flugzeug eine halbe Stunde nach Coca geflogen und von dort aus drei Stunden mit einem Motorboot den Rio Napo in die Selva raus gefahren. Fünf Tage ohne Handy/telefonsignal, mit kaltem Wasser, Strom von acht bis acht und einem Haufen Insekten, Super chévere! Very, very Good! Wir sind viel im Regenwald gewandert, ahben viel interesante Insekten, pflanzen gesehen, Affen, Schlangen! Abendteürlich. Ich habe wieder nü austacshüler kennen gelernt und gute Freunde gefunden. WEinmal haben wir im Rio Napo gebadet und waren bei einem Medizinmann,d er uns die negativen Energien wegzaubert hat. Ausserdem haben wir Goldsucher bei der Arbeit besucht.

In Ibarra mach eich im Moment sehr viel mit Austasuschülern. Meine Klassenkameraden, haben nun nicht wirklich mehr viel Zeit, da sie jetzt bald Abitur machen müssen. Die Austauschüler sind einfach sehr enge Fraude. Wir verstehen uns untereinander, hatten alle ähnliche oder dieselben Probleme. Wir können nun alle gut Spanisch und haben also keien Sprachprobleme mehr. Die Gringos (US-amerikaner) sind immer die faulsten und reden noch viel in Englisch, aber ads ist ja auch eine Übung für mich. Ich fühle mich schon sehr sicher in der Sprache, möchte wahrscheinlich nich einen Spanisch Grammatikkurs machen, wenn ich im Mai nicht mehr zur Schule muss.

Vor einer Woche war die vorletzte Rotaryreise?Der beste Urlaub den man sich vorstellen kann, nach Galápagos! Es war wunderbar! Wir waren eine Gruppe von 42 Austauschülern und haben die fünf Tage super verbracht. Die Zeit ist wie geflogen,. Ich habe die schönsten Strände der Welt gesehen, war mit Haien und Seerobben schnorcheln, habe Blaufusstöpel udn Galapagosschilskröten bewundert und mich in der Sonne braten lassen. Es ist recht heiss auf Galápagos. Diese Reise werde ich so schnell nicht vergessen!

Dieses Austauschjahr hat sich für mich in das beste Jahr meines Lebens gewendet! Ich geniesse meine Zeit hier und bin sehr glücklich! Vielen Dank für alles was sie für mich getan haben.

¡Muchas gracias!

Eure Karen

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