Mexiko – 2. Bericht von David

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Liebe Rotarier, liebe Familie und liebe Freunde,

ich schicke euch nun meinen zweiten Quartalsbericht des Jahres. In der vergangen Zeit ist sehr viel passiert,
und ich möchte euch nun ein wenig davon berichten. Ich habe inzwischen einmal die Familie gewechselt, aber werde mit meinen Erlebnissen in meiner ersten Familie anfangen. Ich habe mich in meiner ersten Familie sehr wohl gefühlt und wollte gar nicht an das Familienwechseln denken. Ich bin mit meiner Familie und drei Freunden zusammen 4 Tage nach Acapulco gefahren. Dort waren wir viel am Strand und ich habe die Zeit dort genossen. Wir haben uns die bekannten Klippenspringer angeschaut, dies ist jede Woche ein großes Ereignis in Acapulco. Es sind junge Männer, die von einer Klippe 50 Meter in das Meer springen. Es ist immer wieder atemberaubend, sich dieses Ereignis anzusehen. Wir haben 4 Wochen einen von den Rotariern organisierten Spanischkurs in einer Universität belegt. Dies war sehr gut, um mein Spanisch weiter aufzubessern. Inzwischen komme ich mit der Sprache auch schon sehr gut klar und kann mich gut mit meiner Familie und Freunden verständigen. Von Rotary aus haben wir ein paar Ausflüge gemacht, nach Mexiko-Stadt und nach Huasca. Huasca ist eine wunderschöne Gegend ca. 30 Minuten von meiner Stadt entfernt. Dort gibt es viel Natur und atemberaubende Wasserfälle.

Ich hatte mich in den 4 Monaten in meiner ersten Familie sehr gut eingelebt, doch Ende November mussten wir dann alle die Familie wechseln. Ich hatte meine neue Familie davor noch nicht gekannt, und es war alles sehr neu für mich. Dennoch habe ich mich sehr gut eingelebt. Auch wenn ich in meiner neuen Familie keine Geschwister habe, habe ich eine Menge Cousins. Ich wohne wieder sehr nahe an der Stadt, dies macht mir einiges viel leichter. Mein Haus ist jetzt auch in einer Privada, das heißt dass mein Haus in einem abgesperrten Bereich ist, und man nur mit Genehmigung hinein kommt.
Meine Mutter hat eine Tankstelle und mit Vater ist Ingenieur von Straßen und Brücken.

Mittags essen wir immer im Haus der Schwester meiner Mutter. Mein Cousin hat einen Bike Shop und ich gehe oft mit ihm in die Berge zum Mountainbiken.
Mit zwei anderen Austauschschuelern gehe ich abends immer zu einem Boxclub. Desweiteren können wir als Austasuchschueler kostenlos in einen Sportclub gehen, dort gibt es ein Fittnesstudio, Tennisplätze und ein Schwimmbad.

Das Wetter in meiner Stadt ist trotz des Winters in Deutschland sonnig. Tagsüber steigt die Temperatur meist auf 20 Grad.
Von Rotary aus haben wir ein Theaterstück zur Weihnachtszeit aufgeführt. Wir hatten dazu vier Wochen lang zwei mal die Woche eine Probe im Rotary Club. Das Theaterstück war die Geschichte der Heiligen drei Könige.

Zum Schluss haben wir das Stück im Rotary Club in einer Schule und öffentlich für alle in der Stadt aufgeführt.
Es hat sehr viel Spaß gemacht und durch die vielen Proben die Austauschschüler mehr zusammengeschweißt.
Im Moment befinde ich mich noch in den Weihnachtsferien, die hier zwei Monate lang sind. Sie begannen im Dezember und enden erst wieder Ende Januar. Danach komme ich in das 6. Semester meiner Schule, dies entspricht der 12. Klasse in Deutschland.

Ich treffe mich auch viel mit den Freunden meiner Schule, und wir gehen in die Stadt oder das Kino, oft gibt es auch Partys, die in Mexiko immer sehr berauschend sind. Dadurch, dass die Austauschschueler hier in meiner Stadt auf fünf Schuelen verteilet sind, trifft man auch immer neue Freunde.
Im Dezember hatten wir ein großes Distriktwochenede in Mexiko Stadt. Dort wohnten wir zwei Tage in den Gastfamilien der Austauschschüler in Mexiko Stadt. Wir hatten zusammen mit Rotary ein Frühstück und wir waren im Ballet Folklorico de Mexico.

In meiner jetzigen Familie fühle ich mich sehr wohl, ich unternehme viel mit ihr. Wir sind nach Theothiuakan gefahren und haben uns dort die Pyramiden von Mexiko angeschaut, sie sind ca. 70 Meter hoch und man kann sie besteigen.
Wir sind auch in die grosse Stadt Puebla gefahren, die ist ca. 3 Stunden von Tulancingo enfernt. Dort kann man die Afrikan Safari machen. Man fährt mit seinem Auto durch eine abgesperrte Zone und kann sich die ganzen Tiere aus der Nähe anschauen.
Weihnachten habe ich zusammen mit meiner neuen und meiner alten Familie gefeiert, dies war sehr schön und wir waren viele Leute.
Zu Weihnachten gibt es auch Weihnachtsbäume und viel Weihnachtsschmuck, ähnlich wie in Deutschland. Bei mir konnte die Weihnachtsstimmung aber nicht so aufkommen, da fehlte einfach der Schnee.

Geschenke gibt es zu Weihnachten in Mexiko nicht, diese gibt es erst am 6. Januar zum Tag der Heiligen drei Könige. An diesem Tag gab es eine große Parade in meiner Stadt. Zu Weihnachten kamen 2 Freunde der Familie aus Deutschland, die gerade in Monterey in Mexiko studieren, zu Besuch.
Silvester habe ich im gleichen Kreis gefeiert. Auch dieser Tag ist anders als in Deutschland. Man isst mit seiner Familie zusammen und es gibt auch keine Feuerwerke.

Gerade befinde ich mich immer noch in den Ferien, die von anfang Dezember bis ende Januar gehen, also insgesammt zwei Monate. Ich unternehme sehr viel mit den anderen 12 Austauschschülern in meiner Stadt. Anfang März, also in zwei Monaten, werde ich dann das letzte Mal meine Familie wechseln. Ich hoffe ich habe das gleiche Glück wie bei meiner ersten und meiner jetzigen Familie.

Anfang Februar geht mein ganzer Distrikt in Mexiko, also um die 60 Austauschschueler auf die Ruta Maya, dies ist eine 14-Tägige Runtreise durch den Osten von Mexiko. Darauf freue ich mich schon sehr, ich glaube dies wird das beste Erlebniss in meinem Austauschjahr.
Heute gab es das erste mal im neuen Jahr und auch seit 2 Monaten einen kleinen Regenschauer, ansonsten scheint meist die Sonne.

Viele Grüße und bis zum nächsten Bericht

David Korn

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