Indien – 2. Bericht von Nikolas

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Allgemeines:

Hallo zusammen Rotarische Freunde. Dies ist der 2.Quartalsbericht von dem Austauschschüler Nikolas Haupenthal, aus dem District 3040 Indore.
Zuerst der allgemeine Teil. Mein Name ist Nikolas Haupenthal, mein Host District ist 3040 Indore. Hier in Indore habe ich leider keinen Host Club. Keiner von den Austauschschülern hier hat einen Host Club.  Meine Gastfamilie  ist die Familie Dube momentan. Doch dazu kommen wir später. Meine jetzige Addresse ist: Mr. Axay Dube 160/2 Ahilyapuri colony BHANWARKUAN  A-B-ROAD, Indore. Ich weiß nicht, wann ich wieder Gastfamilien wechseln werde und ob ich überhaupt noch Gastfamilien wechseln muss.

Ich besuche eigentlich die Schule Progressive Edukation, aber in letzter Zeit hatte ich eine starke Erkältung, also bin ich nicht zur Schule gegangen. Meine Schulfächer dort sind die Naturwissenschaften Mathe und Physik , aber ich habe auch Englisch, Environemental Edukation, Hindiklassen und Sportklassen.

Hostclub:

Nun kommen wir zu dem Teil, der den Rotary-Outbound-Koordinator mehr interessieren wird, und zwar mein Host Club. Eigentlich war ich bis jetzt immer im Rotary-Club meiner alten Gastfamilie, und zwar im Rotary-Club Indore Residency Club. Aber meine neue Gastfamilie ist nicht in diesem Rotary-Club. Ich glaube sie sind überhaupt keine Rotarier, also weiß ich auch nicht in welchem Rotary Club ich bin. Ich glaube, dass keiner von uns Austauschschülern hier in Indore, einen festen Rotaryclub ist (leider!!!!!!!). Mein Councelor ist nach wie vor Ritu Grover. Das einzige Problem, dass ich mit ihr habe ist, dass ich sie seit der Süd-Indien-Tour, die vom 15.11.2010 bis zum 9.12.2010 ging,  nicht mehr gesehen habe, aber ich glaube, ich werde sie bald treffen. Dies ist eigentlich positiv zu betrachten, da man sie eigentlich nur trifft, wenn es Probleme, ihrer Meinung nach, gibt. Aber trotzdem habe ich sie seitdem nicht mehr gesehen. Im Großen und Ganzen bin ich weder zufrieden noch unzufrieden mit ihr, soll nicht heißen, dass sie ein guter Councelor ist aber es geht bis jetzt gut mit ihr. Es gibt sicherlich bessere Councelors als sie aber naja. Kommen wir nun zum nächsten Teil, meine Gastfamilie.

Gastfamilie:

Sprechen wir nun über meine Gastfamilie. In meinem letzten Quartalsbericht schrieb ich, dass ich wahrscheinlich nicht Gastfamilien wechseln werde. Gleich nach der  Süd-Indien-Tour aber habe ich Gastfamilien gewechselt, auf das ich natürlich nicht vorbereitet war. Ich wohne jetzt bei der Familie Dube. Sie wohnt in 160/2 AHILYAPURI COLONY BHANWARKUAN  A-B-ROAD, Indore. Ich habe hier jetzt auch einen Gastbruder in meinem Alter, was toll ist. Er heißt Kunal. Er geht aber auf eine andere Schule als ich. Sonst gibt es noch in der Familie einen Großvater, der aber sehr krank ist (ich persönlich hoffe, dass er nicht sterben wird solange ich in dieser Familie wohne. Das meine ich ernst!). Das einzige Familienmitglied mit dem ich mich nicht verstehe, ist der Hund der Familie, Charly. Es gibt Zeiten am Tag, da würde ich ihm am liebsten ertränken. Sonst ist er aber eigentlich ganz nett. In der Familie gibt es auch noch einen älteren Sohn. Aber er studiert zur Zeit und ist in der Stadt Noida. Mein Gastvater ist ,,Head of Institutional Relations´´ in der ,,i-lead Business School´´ hier in Indore. Er bemüht sich sehr stark darum, dass es mir gut geht. Ich mag meine neue Gastfamilie sehr stark und ich bin froh, momentan überhaupt eine Gastfamilie zu haben. Andere Austauschschüler hier in Indore haben momentan keine.

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Aktivitäten:

Nun kommen wir zu meinem Lieblingsteil des Berichtes, und zwar zu den Aktivitäten.
Zuerst möchte ich die Distrikt-Aktivitäten benennen. Bei den District-Aktivitäten hatten wir bis jetzt nur ein Treffen mit dem Chairman von Indore, sonst nichts. Danach, nach dem Treffen, sind wir mit ihm dann in eine Art Freizeitpark gegangen. War recht langweilig, da noch fast die ganze andere Hälfte gebaut wurde. Dafür waren die Aktivitäten mit meiner Gastfamilie umso besser. Mit ihr war ich auf einer traditionellen indischen Hochzeit. Das war toll! So viele unterschiedliche, und auch teilweise witzige, Rituale.

Dann war ich den anderen Tag noch mit meinem Gastbruder im Kino gewesen. Ich kann nur noch einmal wiederholen, wie toll es ist, einen Gastbruder im selben Alter zu haben.

Nun möchte ich noch die Südindientour als beste Aktivität , in diesem Quartal, anführen. Die Südindientour war die erste Tour von Rotary, die wir hier in Indien hatten. Doch dazu später noch mehr.

Als letzte Aktivität wäre da noch die Punjabi-Hochzeit.  Das war eine typisch indische Hochzeit, auf die man mich eingeladen hat. Dort konnte ich alle einzelnen Rituale und Bräuche einer kompletten Punjabi-Hochzeit miterleben. War ein echt tolles Erlebnis, was sich so schnell nicht mehr wieder ergeben wird.

Probleme:

Ich wurde gefragt, etwas zu den Problemen hier in Indore, bzw. in Indien zu schreiben. Das einzige Problem, dass ich momentan habe ist, dass ich seit der Südindientour meinen Councellor nicht mehr getroffen habe, und dass ich seit dem, keine Informationen, über irgendetwas erhalten habe, was Rotary betrifft. Bis auf gestern, da habe ich meinen Councellor wieder getroffen.

Meine Eindrücke bis jetzt von diesem Austauschjahr sind gemischt. Ich habe bis jetzt gute aber auch schlechte Erfahrungen gesammelt. Ich muss sagen, es war es auf jeden Fall wert, ein Auslandsjahr zu nehmen, aber man sollte immer in ein Land gehen, dass man noch nicht gesehen hat. So wird man vielleicht nicht von seinen eigenen Erwartungen enttäuscht.

Sprache:

Indien hat viele Sprachen. Die offiziellen Sprachen sind Englisch und Hindi. Englischkenntnisse habe ich ausreichende aber an Hindi-Kenntnissen mangelt es mir. Deswegen habe ich hier an der Schule Hindi-Klassen. Jeden Tag in der 7. Schulstunde habe ich Hindi-Unterricht. Sie machen mir Spaß, die Hindi-Klassen, sind für mich aber sehr schwer, im Gegensatz zu den anderen Sprachen die ich sprechen kann, da sie sehr unterschiedlich ist. Wenn ich meine Sprachkenntnisse jetzt bewerten sollte, dann müsste ich zugeben, dass ich nicht sehr gut darin bin. Ich kann immer noch nicht kleine Sätze bilden, und ich glaube auch nicht, dass ich es besser lernen werde, bis ich wieder zurück nach Deutschland komme. Finde ich persönlich sehr schade, aber ich bin nicht so gut darin, in  Sprachen zu erlernen. Die andere Sprache die man hier in Indien lernen kann ist Sanscript. Ich hatte mal Sanscriptunterricht  gehabt, aber die Lehrerin ist weggezogen und die Schule hat bis jetzt noch keinen neuen Sanscriptlehrer gefunden.

Andere Aktivitäten:

Eine große Aktivität die in diesem Quartal war, war die Süd-Indien-Tour gewesen. Sie fand statt vom 15.11.2010 und ging bis zum 9.12.2010. Wir die Austauschschüler von Indore/Bhopal, hatten die Tour zusammen mit den Austauschschülern aus Jalgaon/Nasik, Yavatmal und Nagpur. Wir waren 9 Amerikaner, 5 Deutsche, 1 Französin, 1Russin, 1 Inderin, 1 Östereicherin und 1 Kolumbianer.  Sie, die Süd-Indien-Tour war bis jetzt das beste am ganzen Austauschjahr gewesen. Sie began in Nagpur. Von dort sind wir mit dem Zug nach Hyderabad gefahren. Dort haben wir den  Birla Tempel gesehen, das Salarjung Museum besichtigt und sind dann am Abend zum Golkunda Fort gefahren, bei dem wir eine Light und Sound-Show hatten. Am nächsten Tag sind wir nach Chennai gefahren. Dort haben wir die Ramoji-Film-City besichtigt. Danach sind wir nach Mahabalipuram gefahren. Dort haben wir einen renovierten Küstentempel mit Steinmonumenten, die im 7.Jhd.n.Chr. gebaut wurden sind, besichtigt. Danach waren wir nach am Strand gewesen. Am 5.Tag sind wir nach Chennai zurück gefahren und  von dort nach Bangalore. Am nächsten Tag sind wir in Bangalore zum Banargatta National Park gegangen. Dort haben wir Tiger und Löwen gesehen. Am Nachmittag haben noch wir den Iscone Temple besichtigt. Am darauffolgenden  Tag sind wir nach Hassan gefahren. Von Hassan aus haben wir dann Mysore besucht. Dort haben wir den Tipus Summer Palace, den Maharaju Palace, das Museum der Seide und des Holzes, den Charmunda Davi Temple und die St. Philomenas Kirche besichtigt. Danach sind wir zurück zum Hotel gefahren. Am nächsten Tag sind wir nach Ooty gefahren, dass in den Bergen liegt und wesentlich kälter ist. Dort waren wir in Bondipur National Park, im Madhumalai Wild Life Sanctuary.  Am Abend sind wir dann vom Hotel in Ooty aus, die Berge herauf gestiegen, um einen Blick von Ooty von oben zu haben, was wir aber auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse nicht geschafft haben, da es Katzen und Hunde geregnet hat und wir nicht weiter herauf kamen.  Den nächsten Tag, haben wir uns im Hotel ausgeruht und nichts gemacht. Am 25.11.2010 sind wir dann weiter nach Coonor zum SIMS Park Dolphin Nose gefahren. Von dort sind wir weiter zum ,,Black Thunder Amusiment Park´´ gefahren. Es war eigentlich zu kalt zum schwimmen, aber jeder von uns ist schwimmen gegangen. Am nächsten Tag waren zwar manche erkältet, aber wir sind zum ,,Chinnar Wild Life Sanctury´´ gefahren. Dort sind wir mit einem Boot auf dem Waldsee gefahren. Tiere konnten wir leider keine sehen. War echt klasse gewesen. Am Ende des Tages sind wir weiter nach Munnar gefahren. Am nächsten Tag hatten wir am Abend ein Lagerfeuer. Am darauffolgenden Tag sind wir nach Thakkadi gefahren. Dort haben wir eine Gewürzplantage besichtigt. Am Nachmittag sind wir dann zum ,,Papiyar Wild Life Sanctury´´ gefahren und haben den Priyar Lake gesehen. Einer der schönsten Seen den ich jemals gesehen habe. Am Abend sind wir noch zu einer ,,Kathakali´´-Dance-Show gefahren. War echt toll.  Am nächsten Morgen mussten wir schon um 5 Uhr aufstehen, da wir nach Allappy fahren mussten. Dort sind wir auf ein Hausboot umgestiegen mit dem wir auf den  Back Water´n von Kerala gefahren sind. Die ,,Back Water´´ sind ein Netzwerk von unzähligen Lagoonen, Seen, Kanälen und umfassen fast ganz Kerala. Das Besondere an einem Hausboot ist, dass das komplette Boot nur durch Knoten und Seile zusammen hält. Am nächsten Tag, nach dem wir von dem Hausboot ausgecheckt haben, sind wir nach Kanyakumari gefahren.  Zwischendurch haben wir in Trivandrum gehalten und haben die ,,Art Galary´´, den ,,Travancore palace´´ und den Sachindrum Temple gesehen. Danach sind wir zum Hotel in Kanyakumari gefahren. Am nächsten Tag haben wir am Morgen das Vivakant Rock Memorial besichtigt. Dieser Ort, war der meist südlich gelegene Punkt  von Indien. Nicht nur das!! Hier fließen auch der indische Ozean, die Bucht von Bengal und das Arabische Meer zusammen. Danach haben wir noch den Kanjakumari Temple besichtigt und waren bis zum Abend am Strand. Den nächsten Tag waren wir von Früh bis Spät am Strand und haben uns von den Strapazen der bisherigen Reise erholt.  Am darauffolgenden Tag sind wir nach Cochin gefahren. Dort waren wir auch nur am Strand und haben nichts anderes getan als uns zu erholen. Am zweiten Tag in Cochin haben wir die chinesischen Fischernetze, die St. Franzis Kirche bei Fort Cochi, die Synagoge und den ,,Dutch Palace´´ bei Mattanjary besichtigt. Am Nachmittag sind wir mit dem Zug nach Madgaon gefahren. Dort haben wir uns an verschiedenen Stränden erholt, wie z.B.: Anju Beach, Vega Beach, Calongute Beach, … Am Abend sind wir dann zurück zum Hotel. Am nächsten Morgen haben wir uns die Kirchen von Old Goa angesehen. Am Mittag/Nachmittag sind wir  dann zu den Süd-Goa Stränden gefahren. Wir hatten auch eine Bootstour am Bogmale Donapuula Beach.  Danach sind wir wieder zurück zum Hotel gefahren. Den nächsten Morgen haben wir alle zusammen am Strand vor unserem Hotel genossen, doch sind wir am Nachmittag zurück nach Madgoan gefahren, um den Zug am Abend nach Mumbai nehmen zu können.  Am nächsten Tag, dem letzten Tag der Süd-Indien-Tour, sind wir am morgen in Mumbai angekommen. Dort, weil wir keine Lust hatten, etwas zu unternehmen, und wir etwas zusammen mit den Austauschschülern aus Nagpur und Jalgaon unternehmen wollten, haben wir die anderen Austausch-schüler aus Mumbai angerufen. Mit ihnen haben wir dann Mumbai besichtigt. Am Abend mussten wir dann leider Auf Wieder Sehen zu den Austauschschülern von Jalgaon und Nagpur sagen und sind dann, nach einer einzigartigen Süd-Indien-Tour, zurück nach Indore gefahren. Alle waren besonders traurig an diesem Tag, denn die Süd-Indien –Tour war bis jetzt das Beste am ganzen Austausch gewesen. Bis jetzt.

Andere Aktivitäten mit Schulfreunden oder so hatte ich bis jetzt noch nicht abgesehen von denen, von denen ich schon erzählt habe.

Sonstiges:

Nun möchte ich noch etwas zu der Situation in der Schule erzählen. Schule hier finde ich langweilig. Ich habe sehr viele Freistunden in denen ich meistens in der Bücherei sitze und lese. Seit kurzem habe ich auch keine Hindiklassen und Basketballklassen mehr. Die Schule endet nämlich neuerdings immer nach der 6.Stunde und Nachmittagsklassen fallen aus. Sonst ist es in der Schule wie immer, bloß langweilig.

Als Freunde habe ich erst mal meinen Gastbruder. Wir machen viel zusammen, dann kenne ich noch einen Großteil seiner Freunde ( sie sind schon 20 oder älter). Mit ihnen treffen wir uns manchmal. Macht echt Spaß. Dann sind da noch die anderen Austauschschüler. Wir versuchen uns auch oft zu treffen, das Problem dabei ist aber nur, dass nicht immer alle Zeit haben, und dass am Ende doch nichts zu Stande kommt. Naja, was soll´s. Ich muss sagen, dass ich mit der Situation, des Freunde finden hier sehr gut zurecht komme.

Das war es auch schon von meinerseits. Sonst hätte ich nichts mehr zu erzählen.
Viele Grüße und ein Frohes Neues Jahr nachträglich aus Indien,
Nikolas Haupenthal.

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