Ecuador – 1. Bericht von Sophia

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Liebe Rotarier, Freunde und Familie,
ich bin jetzt schon mehr als einen Monat hier und es wird Zeit für meinen ersten Quartalsbericht. Nach einem super langen Flug bin ich am 26.8. in Ecuador angekommen. Die Empfangshalle des Flughafens von Guayaquil war überfüllt mit Gastfamilien und es gab einen herzlichen Empfang.

Wir sind dann auch gleich nach Machala gefahren. Meine Heimatstadt für ein Jahr. Wer es nicht weiß, Machala ist eine größere Stadt an der Küste Ecuadors, nah an der Grenze zu Peru.
Meine Gastfamilie ist sehr nett und ich fühle mich sehr wohl. Ich habe eine Gastschwester in meinem Alter und die restlichen Geschwister leben in Guayaquil. Wir leben in einer Wohnung im sogenannten „Downtown“ von Machala. Ich bin auch gleich am zweiten Tag nach meiner Ankunft in die Schule gegangen und erlebte die erste Überraschung. Alle Schüler trugen Uniformen. Das war für mich schon mal schwierig, weil ich etwa 20 cm größer als der Durchschnitt bin. Als ich dann in die Klasse kam, wurde ich von einer großen Traube von Schülerinnen umringt. Man merkt einfach, dass die Menschen hier alle viel offener sind. Als der Unterricht angefangen hatte, hat niemand den Lehrer beachtet und wir haben den ganzen Tag geredet. Das hat sich zwar nach ein paar Tagen etwas gelegt, aber ich kann trotzdem nicht verstehen wie sie überhaupt etwas lernen können. Aber die Lehrer sind ganz relaxt und stören sich nicht daran. In meiner Schule sind wir insgesamt 15 Austauschschüler, davon 5 Deutsche.
Nach der Schule gibt es Mittagessen. Es gibt hier immer eine Suppe und viel Fleisch und natürlich Reis. Ich finde das essen hier sehr lecker, obwohl es für meinen Geschmack etwas zu viel Fleisch gibt. Nach dem Essen habe ich dann immer etwas Zeit, denn am Abend macht die ganz Familie Sport. In Machala sind wir 15 Austauschschüler von Rotary und noch mehr von anderen Organisationen. Wir unternehmen viel gemeinsam, allerdings sprechen wir untereinander noch Englisch. Mein Spanisch macht langsam einige Fortschritte, auch wenn ich nur selten verstehe was sie von mir wollen. Zum Glück kann mein Gastvater Englisch. 🙂 Am Anfang war ich immer sehr müde, aber das hat sich jetzt gelegt. Die zweite große Überraschung war, dass der Strom an meinem 4. Tag ausgefallen ist. Bei Bauarbeiten ist irgendwas schief gelaufen und dann hatten wir für drei Tage nur stundenweise Strom. Man hat mir aber versichert das sei nicht normal. 😉
Am Donnerstag meiner ersten Woche bin ich dann auch zum Rotary-Treffen mitgegangen. Ich bin zusammen mit einem Franzosen im Club. Dort habe ich auch meine zweite Gastfamilie kennengelernt, die auch super nett zu sein scheint.
Am Wochenende wurde dann ein Austauschschülertreffen von Machala organisiert. Es fand in einem Haus mit Swimming Pool und einem riesigen Garten statt. Dort haben wir uns dann alle kennengelernt.
Nach einer 1 ½ Woche Schule hatten wir 2 Wochen Ferien. Das heißt auf zum Spanisch Camp in Salinas. Alle Austauschschüler, die an der Küste leben, haben drei Tage in einem Hotel am Meer verbracht. Das war das Schönste was ich bisher hier erlebt habe. Das war ein All inklusive Hotel mit dem besten Essen das man sich vorstellen kann. Wir hatten den ganzen Tag Spanisch Unterricht, mit einer großen Mittagspause. Am Abend gab es dann immer eine Tanzshow. Da habe ich dann auch die ecuadorianische Sonne das erste Mal gesehen.
Gleich am nächsten Tag war einer Fashion-Show die von Rotary organisiert wurde. Da sollten wir als Eröffnung mit unseren Blazern fahnenschwingend eine Runde auf dem Laufsteg drehen. Das war auch eine neue Erfahrung und wir haben bei dieser Gelegenheit die Vize „Miss Deutschland“ kennengelernt. Sie war zur Wahl der „Miss Banana“ anwesend. Die Show war auch sehr gut gemacht und es gab viele Zuschauer. Ich hatte dann noch eine Woche Ferien, in denen ich mich mit anderen Austauschschülern getroffen habe.
Ich bin sehr froh dass ich Ecuador gewählt habe. Es ist hier wirklich schön und ich habe schon viele neue Freunde gefunden. Da ich vorher noch kein Spanisch konnte, fällt es mir noch schwer mich mit anderen zu unterhalten. Man kann Ecuador nicht mit Deutschland vergleichen und auf einigen Luxus muss ich hier verzichten. 😉 Dafür sind die Menschen nicht so reserviert und man fühlt sich einfach wohl. Das war‘s auch schon. Bis zum nächsten Bericht.
Viele Liebe Grüße aus Ecuador,

Sophia

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