Peru – 3. Quartalsbericht von Vera

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Mein vorletzter Quartalsbericht. Das ist doch schon etwas merkwürdig. Meine Aktivitäten mit Rotary waren zwei Reisen in den letzten drei Monaten. Eine in den Norden von Peru und Ecuador und die zweite ging nach Iquitos, also den Regenwald. Auch wenn ich diese Reisen liebe so sind sie doch ein Zeichen wie die Zeit vergeht. Mit meiner letzten Gastfamilie habe ich noch gar nicht viel Zeit gehabt. Denn zwei Wochen nach meinem Wechsel ging ich auf meine zweite Reise, danach war ich den ganzen Februar in Lima und im Anschluss daran hatte ich meine Reise in den Regenwald. Also habe ich insgesamt in den letzten zweieinhalb Monaten lediglich zwei Wochen mit meiner Familie verbracht. Meine Counsellerin habe ich Anfang des Jahres zweimal getroffen und das war alles, da ich aber auch keine nennenswerte Probleme habe ist das für mich in Ordnung. In die Schule gehe ich nicht mehr, zum einen weil das Schuljahr vorbei ist zum anderen weil ich jetzt demnächst auf die Universität gehen werde. Aber ich habe trotzdem noch Kontakt zu meinen Mädels und wir machen auch noch immer Sachen zusammen. Mit den anderen Austauschschülern mache ich auch viel.

Mir bleiben noch 95 Tage. Ich würde hier an der Stelle gern den schreienden Emoji aus WattsApp einsetzten aber das geht leider nicht. Es ist echt unglaublich und schlimm wir schnell die Zeit vergeht. Ich glaube das liegt auch daran, wie die persönliche Situation ist. Schöne Zeiten gehen schneller vorbei, das fühlt sich jedenfalls so an. Meine Erfahrungen in diesem Jahr waren durchwachsen. Aber das gehört dazu, es ist nicht immer „Friede, Freude, Eierkuchen“. Das war etwas, was ich auch auf die harte Tour lernen musste. Ich stelle mir in letzter Zeit auch oft die Frage, wie es dann wohl sein wird wieder in Deutschland zu sein mit der Sprache Deutsch um mich herum und den Personen die ich vorher schon kannte. Ich denke sobald man weg ist bleibt für einen die Zeit stehen. Man hat es zwar im Hinterkopf, dass sich auch in Deutschland die Zeit weiterdreht, aber es sich vorzustellen fühlt sich absurd an. Ich bin mir auch sicher, dass sich viel verändert haben wird. Es ist noch immer das selbe Land, es sind die selben Leute aber trotzdem wird es nicht das gleiche sein wie vorher. Ich bin mir aber auch sicher und bewusst, dass es weniger das Land und die Personen sein werden die sich verändert haben, sonder ICH diejenige bin die sich verändert hat und dann den anderen vielleicht komisch anmutet.

Darüber denke ich gerade viel nach.

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