Peru – 1. Bericht von Luise

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Halo aus Peru,

Mir geht es im groben und ganzem sehr gut.

Nach vielen Tränen meiner Familie, meiner Freunde und mir fing mein großes Abenteuer sehr aufregend an, da mein Flug von Berlin nach Paris fünf Stunden vor Abflug storniert wurde und ich dann ganz spontan über Amsterdam nach Lima geflogen bin. In Amsterdam hatten wir ( fünf andere Mädchen) ganze fünf Stunden Aufenthalt in denen wir alle erstmal geschlafen haben, da die meisten von uns die ganze vorherige Nacht nicht geschlafen hatten.

Ansonsten verlief meine weitere Reise reibungslos, es gab sehr gutes Essen im Flugzeug und gute Filme und einen fantastischen Ausblick. Im Flugzeug realisierte ich wahrscheinlich das erste mal, dass ich jetzt erstmal nicht mehr so schnell nach Hause kam. Das war ein komisches, trauriges aber auch ein sehr kribbelndes Gefühl. Ich landete im Sonnenuntergang in Lima und war unendlich glücklich da zu sein.

Meine Gastschwester empfing mich mit vielen weiteren Gastfamilien und einen bunten Schild am Ausgang des Flughafens. Wir fuhren mit einem Taxi nach Hause und schon auf dem Weg und es war dunkel, bemerkte ich, dass ich Peru lieben werde. Ich habe mich echt in dieses Land, den Flair, die Menschen und die allgemeine Atmosphäre verliebt.

Alle haben mich hier mit offenen Armen empfangen und das Eingewöhnen fiel mir sehr leicht. Ich hatte ein paar Probleme mit meinem Bauch, aufgrund des unterschiedlichen Essen, obwohl das Essen hier wahnsinnig ist und ich so viele neue Früchte probiert habe. Das einzige woran ich mich echt gewöhnen musste, war meine Dusche, da das Wasser alles andere als angenehm warm ist, ich vermisse ein wenig meine heiße Dusche, aber ansonsten geht das schon. An das Wetter musste ich mich echt gewöhnen, da hier immer die Sonne scheint, welch sehr hell ist und allgemein ist das Klima sehr viel feuchter und sonniger als in Deutschland. Ich tanke hier Sonne für mein ganzes weiteres Leben. Und allgemein hatte ich noch gar nicht wirklich Heimweh. Es gibt ein paar bestimmte Personen, die ich vermisse, meine Katze, Spaghetti mit Tomatensoße und Käse und Döner (Ich war Vegetarierin für 4 Jahre und esse hier täglich Chicken und Reis, Reis, Reis) Die ersten beiden Wochen in Peru hatte ich noch Ferien. Meine Gastfamilie hatte sehr viel mit mir unternommen und ich war immer gut beschäftigt und zudem hatten wir unsere erste Orientation, welche unheimlich anstrengend war (anstrengender als in Deutschland), aber ich hatte die Möglichkeit die Anderen Austauschschüler besser kennen zu lernen.

Meine Schule hier soll anscheinend die größte dieses Ortes sein, hat aber nur um die 200 Schüler. Sie ist sehr katholisch, der Unterricht ist nicht wirklich informativ im Vergleich zu Deutschland und das Schüler-Lehrer Verhältnis, ist mehr wie ein Kumpel und Kumpel. Die Schüler sind alle freundlich und herzlich und haben uns gut empfangen. Sie sind alle relativ jung. Ich habe sie gern und ich komme mit vielen gut klar. Freunde finden ist hier nicht wirklich ein Problem, da jeder mit uns Austauschschülern befreundet sein will. Die ganz kleinen Schüler wollen uns immer umarmen un wir sind Stars für sie, das ist echt komisch. Mit meinen Spanisch Kenntnissen komme ich inzwischen ganz gut zurecht. Ich versteh mehr und mehr und in der Schule lerne ich meistens Vokabeln. Ich denke ich bin nicht die Beste, aber auf einen guten Weg.

Danke für die Möglichkeit dieses Austausches. Ich bin sehr glücklich hier

LG Luise

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